Permalink

0

4 Trends im Content-Marketing, die jeder kennen sollte

Dieser Gast-Beitrag von Deliana Czech-Toschmakov, Geschäftsführerin der Agentur textbest, rundet die Beitragsserie hier im Blog zum Thema Content perfekt ab. 2012 hat sie mit Partnerin Miriam Berneike das Unternehmen gegründet, um Kunden mit hochwertigen suchmaschinenoptimierten Texten zu versorgen. Inzwischen hat sich das Aufgabenfeld zum Content-Marketing erweitert. Warum SEO-Maßnahmen und Keyword-basierte Texte heute nicht mehr ausreichen, erfahren Sie hier.
 
Der Siegeszug von SEO rief vor etwa einem Jahrzehnt die Entstehung der sogenannten Content-Farmen hervor. Zu sehr geringen Preisen wurden Texte von unqualifizierten Textern zu verschiedensten Themen geschrieben und auf Online-Portalen platziert, um ein hohes Ranking bei Google zu erreichen. Die Hauptsache dabei: Eine hohe Keyword-Dichte.
 
Spätestens mit dem Panda-Update von Google wurde dieser Art der Textproduktion aber ein Ende gesetzt. Wir haben unsere Agentur in etwa zeitgleich mit Googles Panda-Update gestartet und können einen deutlichen Wandel hin zu wertvollen Inhalten erkennen. Zwar wurden bereits 2012 hochwertige Texte bei uns in Auftrag gegeben, aber das Bewusstsein für die Bedeutung des Content für die Neukundengewinnung und Kundenbindung ist in den letzten zwei Jahren deutlich gestiegen.
 
Unternehmen wissen heute, dass es nicht ausreicht, über ein gutes Ranking viel Traffic auf die Seite zu holen – danach muss der Leser auch nützliche Inhalte erhalten, die genau sein Informationsbedürfnis decken. Nur so werden aus Leads tatsächlich Kunden.
 

Content Marketing ist nicht nur etwas für große Unternehmen

 
Jedes Geschäft kann von Content-Marketing profitieren. Dabei braucht nicht jeder großangelegte, crossmediale Kampagnen. Die Basis ist natürlich immer die eigene Webseite, die es gilt zu optimieren. Momentan arbeiten wir an einem Konzept, das es uns ermöglicht, auch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) diesbezüglich eine umfassende Betreuung anzubieten, die zu vergleichsweise geringen Kosten einen hohen Effekt für das Unternehmen erzielt. Dabei wollen wir die Strategie möglichst genau auf die Branche und die Ziele maßschneidern, so dass jede Content-Maßnahme direkt fruchtet und sich bestenfalls im Umsatz bemerkbar macht.

 

Was Content-Marketing erfolgreich macht

 
Während Content-Marketing im englischsprachigen Raum schon seit Jahrzehnten ganz selbstverständlich zum Aufbau von Neukundenkontakten und zur Vertrauensbildung eingesetzt wird, hat sich der Hype hierzulande erst jetzt entwickelt. Was im letzten Jahrzehnt in Deutschland also SEO war, soll heute das Content-Marketing sein – die eierlegende Wollmilchsau, die für mehr Traffic bei Google sorgt und damit die Kassen klingeln lässt.
 
Doch das Erschaffen von informativen und nützlichen Inhalten ist weder neu noch ein Allheilmittel für verkommene Webseiten. Angefangen bei der Content-Strategie, über die Definition von SMART-Zielen über die Content-Planung und Content-Kreation bis hin zur Distribution – Content Marketing erfordert viel Vorbereitung, Arbeit und Kreativität.
 
Treffen die Inhalte den „pain point“ und den Ton der Zielgruppe, und werden sie über die passenden Kanäle distribuiert, so kann Content-Marketing tatsächlich zu verhältnismäßig geringen Kosten einen hohen wirtschaftlichen Erfolg bringen. Dabei sollten Content-Marketer jedoch stets am Puls der Zeit bleiben – schließlich können Trends so schnell vorbei sein wie sie entstanden sind.
 
Folgende 4 Trends beschäftigen die Branche heute:
 

1. Neue Content-Formate

 
Texte sind das dominierende Medium im Netz. Sie bieten Informationen und stellen Zusammenhänge dar und können durch die Themenauswahl klar auf eine Zielgruppe zugeschnitten werden. Allein schon Texte weisen heute die unterschiedlichsten Formate und Zwecke auf – E-Books zur Leadgenerierung, White Papers für das Kompetenzmanagement, Blog-Artikel zur Vermittlung eines Expertenstatus, Produktbeschreibungen für Onlineshops zur Käufer-Emotionalisierung und aus SEO-Zwecken u. v. m.
 
Neben dem Text sind aber auch weitere Content-Formate nicht zu unterschätzen. Mit ansprechenden Bildern, Illustrationen, Schaubildern, Infografiken und anderen darstellerischen Formen lässt sich die Verweildauer auf einer Webseite deutlich erhöhen. Auch die Zahl der wiederkehrenden Leser kann durch die Variation der Content-Formate gesteigert werden.
 
Welche Formate sich für welches Unternehmen eignen, hängt dabei von den festgelegten Zielen und der Strategie ab. Verkauft beispielsweise ein Online-Shop Schuhe, eignet sich Storytelling zur Produktbeschreibung in Kombination mit interaktiven 3D-Fotografien hervorragend dazu, die Produkte erlebbar zu machen und den User zum Kunden zu konvertieren. Im Falle eines Ladengeschäfts, beispielsweise einer Konditorei, kann ein Blog zur Imagebildung beitragen, indem neue Torten und ihre Zubereitung mit vielen farbenfrohen Bildern oder einem Video dargestellt werden.
 

2. Mobile Search

 
Wir whatsappen, skypen und googlen, lassen uns zum Bahnhof navigieren und prüfen die Umgebung nach guten Restaurants – unterwegs. Die zunehmende Nutzung von Smartphones revolutioniert auch das Content-Marketing. Nicht jedes Business ist jedoch gleich stark betroffen. Spielt die lokale Komponente eine Rolle, so zum Beispiel bei einem Ladengeschäft, sollten unbedingt Instrumente eingesetzt werden, um in der mobilen Suche zu punkten.
 
Google hat die Dienste Local (früher Places), Google +, Google Maps etc. in den vergangenen Wochen zu Google My Business vereint. Der Eintrag ist für lokale Anbieter absolute Pflicht, auch wenn die Nutzung aller Features nicht unbedingt notwendig ist. Die jeweilige Content-Strategie muss dabei aufzeigen, welche Kanäle sich hier für den genauen Geschäftszweig eignen und wo sich die anvisierte Zielgruppe aufhält.
 
Doch auch wenn man kein Ladengeschäft betreibt, sollte die mobile Suche nicht unterschätzt werden. Immer mehr Nutzer googlen einfach unterwegs Produkte und Dienstleistungen, lesen Blogs oder nutzen entsprechende Apps zur Informationsbeschaffung. Nicht für jedes Unternehmen eignet sich eine eigene App zur Kundenbindung – auch das ist vom Geschäftszweig abhängig. Zumindest aber sollte bei der eigenen Homepage auf Responsive Design gesetzt werden, sodass der User auch mobil übersichtlich durch die Seite geführt wird.
 

3. Video-Marketing

 
Während Bilder auf Social-Media-Plattformen wie Facebook am meisten geklickt und geliked werden, sind es auf Unternehmenswebseiten Videos, die für die höchste Verweildauer sorgen. Wer ein Video anklickt, hat bereits ein tiefergehendes Interesse am Produkt oder an der Dienstleistung. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil des Videos: Die Inhalte sind so aufbereitet, dass sie sich schneller als beim Text erschließen, und die Botschaft des Films kommt direkt an. Um gerade komplexe Sachverhalte einfach und schnell darzustellen, eignen sich Erklär-Videos, die derzeit besonders beliebt sind.
 
Zu den weiteren Video-Formaten zählen Image-Videos, How-to-Videos, DYI-Videos, Tutorials u. v. m. Außerdem gehören auch Webinare und Livestreaming zu den heutigen Video-Formaten. Diese breite Palette macht es Unternehmen mitunter schwer, sich für eine darstellerische Form zu entscheiden. Um herauszufinden, welches Video-Format am besten zum Unternehmen passt, sollte man den Blick erst einmal nach Innen kehren und sich etwas genauer mit der Corporate-Identity beschäftigen. Hat man die eigene CI, den Markt und die Zielgruppe definiert, kommt die Wahl der passenden Content-Formate fast von selbst.
 

4. Automation

 
Ein Blog-Artikel hier, ein Facebook-Post da, ein paar Produktbeschreibungen einpflegen, Bilder hochladen und, und, und … Content-Marketing besteht aus vielen verschiedenen Komponenten, deren Planung und Distribution viel Zeit in Anspruch nimmt. Um diesen Prozess zu erleichtern, sind Marketing-Automations-Plattformen auf dem Vormarsch.
 
Der bekannteste Anbieter, ein Riese im angelsächsischen Raum, aber erst seit ein paar Wochen in Deutschland, ist Hubspot. Weitere Anbieter wie beispielsweise das sich in der Beta-Phase befindende Projekt OneBiz.com sind ebenfalls am Start und machen mit einer automatisierten Software-Lösung das Content-Marketing leichter, schneller und zielsicherer.
 
Ein großer Vorteil einer automatisierten Lösung sind die Auswertungstools. Während man sonst eine Kampagne erst planen und dann die Maßnahmen durch ein Tool auswerten lassen muss, übernimmt die Automationssoftware den gesamten Prozess von der Kampagnenplanung über die Distribution bis hin zum Newsletterversand nach Abschluss der Kampagne. Was keine Software übernehmen kann – die Content-Kreation.

Ideen entwickeln und gezielt umsetzen kann tatsächlich nur der Mensch. Schließlich besteht das Internet nicht aus Daten, sondern aus Menschen, die mit anderen Menschen kommunizieren. Ob man sich für eine automatisierte Lösung entscheidet, hängt letztendlich von der Größe und Art der Content-Marketing-Kampagnen ab.

Facebooktwittermail


Haben Sie Fragen zum Beratungsangebot?

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf: Telefon: 030 / 98 30 51 49 E-Mail: info@startbox-berlin.de

Autor: Nadja Bungard

Ich begleite Unternehmen und Gründer dabei, ihr Business bekannter zu machen. Sie profitieren dabei von meinen Erfahrungen als Journalistin, PR-Beraterin und Online-Marketing-Managerin, also online und offline.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


11 − neun =

Ich will 1 x Monat Content-News erhalten


Hinweise zu der von der Einwilligung mitumfassten Erfolgsmessung, ihrem Widerrufsrecht, dem Einsatz des Versanddienstleisters Mailchimp und Protokollierung der Anmeldung erhalten Sie in meiner Datenschutzerklärung.