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Beim Crowd-Investing geht es nicht nur um Geld

IKT Kongress

Beim Crowd-Investing geht es um die finanzielle Beteiligung von Investoren an Startups. Dass es dabei um mehr als nur das Geld geht, haben wir gestern, 23.4.13, beim Kongress „Junge IKT-Wirtschaft“ des BMWI im Berliner KOSMOS gelernt. Im Fachforum sprachen Vertreter der Crowd-Investing-Anbieter Thomas Herzog von Innovestment und Tamo Zwinge von Companisto sowie Niels Beisinghoff, dessen Gründungsidee BetterTaxi App von Companisto finanziert wurde. Vor allem Tamo Zwinge hob hervor, dass der Marketingeffekt beim Crowd-Investing nicht zu unterschätzen ist. Dieses Prinzip greift besonders bei Companisto, da es dort keine Mindestbeträge zur Finanzierung gibt. Jedes Projekt wird von 400 bis 800 Investoren unterstützt. Innovestment hingegen baut auf die qualifizierte „Crowd“, die mindestens 1.000 Euro in die Hand nehmen wollen. Letztere sind vor allem Corporate Finance Unternehmen, Venture Capitals und Business Angels. Hier ist der Vorteil, dass die Anschlussfinanzierung in der Regel gut funktioniert, wenn das Projekt gut läuft. Thomas Herzog meinte jedoch, dass mit jeder Finanzierungsrunde „die Braut nicht schöner wird“.

Vorteile von Crowd-Investing auf einen Blick:

  • Projekte werden auf Finanzierungsplattformen gut präsentiert.
  • Die Presse berichtet gern über erfolgreiche Finanzierungen, was das Unternehmer bekannter macht und mehr Kunden anlockt.
  • Jeder Investor investiert, weil er vom Projekt selbst überzeugt ist.
  • Investoren sind deshalb auch Kunden.
  • Sie haben durch die Investition ein zusätzliches Interesse, dass das Produkt Gewinne macht.
  • Gründer erhalten von ihnen ein schnelles und ehrlicheres Kundenfeedback als üblich.
  • Jeder Investor hat ein eigenes Netzwerk, das er mit aktiviert.

Pooling ist wichtig

Gründer Niels Beisinghoff betonte, dass das Pooling-Angebot bei Companisto für sein Unternehmen ein wichtiger Punkt war. Mit dem Pooling wird die Crowd wie ein einziger Gesellschafter behandelt, so dass spätere vertragliche Änderungen leichter zu handhaben sind. Innovestment will in diesem Punkt nachziehen. Weitere wichtige Punkte bei Finanzierungen sind:

  • Investoren haben keine Einflussrechte
  • Investoren erhalten keine vertraulichen Informationen
  • Vertragslaufzeiten sind lang genug (c.a. 8 Jahre)

Den Bundesminister Philipp Rösler haben wir leider verpasst, als er am Abend die Preise „IKT-Gründung 2013“ verliehen hat. Wir hatten zu tun 🙂 Kleiner Tipp am Ende: Gründer mit einer Idee aus dem IKT-Bereich können sich für die nächste Preisrunde bis zum 31.5.2013 mit ihrer Ideenskizze bewerben. Es werden bis zu 30.000 Euro vergeben. Weitere Infos gibt es hier!

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Autor: Nadja Bungard

Ich mache meine Kunden sichtbar - in der Öffentlichkeit, in den Medien, in Social-Media-Kanälen. Als PR-Beraterin helfe ich Gründern und Unternehmern, sich im Markt klar aufzustellen, dabei strategisch vorzugehen und die richtigen Themen zu setzen. 2011 erschien mein "Praxisleitfaden für zeitgemäße Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" im DIHK Verlag.

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