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Blogger im Gespräch: Holger Grethe von zendepot

Im letzten Jahr bin ich bei Twitter auf Holger Grethe und sein Blog zendepot aufmerksam geworden. Holgers Thema ist, wie man in Zeiten der Finanzkrise durch Passives Investieren selbst Vermögen aufbauen kann.

Man erfährt dort auf verständliche und unterhaltsame Art und Weise wie der Finanzmarkt funktioniert. Ein Pluspunkt des Vertrauen ist für mich, dass Holger nicht aus der Finanzbranche kommt, sondern als interessierter Laie agiert. Er ist von Beruf Arzt.

Ich habe das Projekt aufmerksam verfolgt und durfte miterleben, wie zendepot immer mehr gewachsen ist. Es gibt nicht nur das Blog und ein E-Book sondern auch einen Podcast und inzwischen einen Online-Kurs.

Das war Grund genug für mich, mir den Aufbau des Projektes einmal genauer anzusehen und außerdem Holger in einem Interview zu befragen. Ich habe versucht, das Projekt so nüchtern wie möglich zu betrachten und nichts gefunden, was ich zu bemängeln hätte. Natürlich freue ich mich über Anmerkungen in den Kommentaren!

Holger hat aus PR-Sicht irgendwie alles richtig gemacht, um sein Online-Business erfolgreich aufzubauen. Er steht damit besser da als viele Unternehmen mit Websites, bei denen man nicht weiß, worum es genau geht, wenn man sie besucht. Das fängt mit einer klaren Botschaft an:

Erolgreich Vermögen bilden in Eigenregie

Lebe aktiv, investiere passiv.

Den letzten Satz gibt er in jeder seiner Podcast-Folgen den Hörern mit auf den Weg. Es ist die zentrale Aussage des gesamten Projektes, denn an irgendeinem Punkt bezieht sich jeder Beitrag darauf.

Klarheit und Konsequenz in der Aussage kennzeichnen das gesamte Projekt – was wiederum den Namen zendepot unterstreicht – beispielsweise in diesen Punkten:
 

Website

Die Website ist übersichtlich gestaltet. Man weiß sofort, worum es geht. Mit der WordPress-Software ist sie responsive im Design und damit auch mobil gut lesbar. Das Seitendesign hat zum 1. Geburtstag einen Neuanstrich bekommen, Inhalte wurden von Holger neu sortiert.
 

Newsletter

Es gab ein kostenloses E-Book über Börsenwissen als Dankeschön für das Einschreiben in den Newsletter, womit er die Kundenbindung von Anfang an absicherte. Inzwischen erhalten Neuleser den Report „Erfolgreich Vermögen bilden in Eigenregie“ in 3 Teilen. Der Newsletter informiert immer über den aktuellen Blogbeitrag/Podcast. Für den Newsletter-Versand nutzt Holger Mailchimp und wechselt gerade zu Klick-Tipp. Ich vermute, er hat sich da von Jakob Schweighofer überzeugen lassen.
 

Blogbeiträge

Holger veröffentlicht seit Projektstart am 16. März 2013 zuverlässig einmal pro Woche einen Blogbeitrag. Inzwischen finden sich nur noch fünf aktuelle Blogartikel auf der Startseite, alle anderen im Bereich Archiv.
 

Texte

Seine Texte sind argumentativ aufgebaut, schließen mit einem Fazit und haben eine klare Struktur mit reichlich Absätzen, Aufzählungen, Zwischenüberschriften, Fettungen. Sie sind dadurch mit mobilen Endgeräten ebenfalls gut lesbar. Das ist ein Muss, wenn man bedenkt, dass 2013 nur noch 45 % der Internetnutzer stationär und nicht mobil das Internet nutzen, Tendenz fallend.
 

Nutzen für Leser

In seinen Beiträgen konzentriert er sich immer darauf, dass der Leser oder Hörer etwas lernt. Es geht nicht um Werbung in eigener Sache.
 

Podcast

Seit September 2013 gibt es die Beiträge nicht nur zum Lesen sondern ebenso zum Hören. Man kann sie als Podcast über iTunes abonnieren.
 

Online-Kurs

Holger wies seine Leser früh auf den geplanten Online-Kurs zum Thema „Erfolgreich Vermögen bilden in Eigenregie“ hin und fütterte sie mit guten Informationen ordentlich an. 🙂
 

Vertrauen

Er behauptet nicht, sondern belegt seine Aussagen mit Zitaten und Literaturnachweisen sowie mit vielen Tipps zum Weiterlesen. Dieses Vorgehen wirkt sehr vertrauensbildend, belegt es doch, dass er sich selbst intensiv mit dem Thema beschäftigt hat und nun die Leser an seinem Wissen teilhaben lässt.
 

Transparenz

Er agiert absolut transparent, sowohl, was seinen Laien-Status angeht, als auch, dass er beim Passiv Investieren niemandem das Blaue vom Himmel verspricht. Er legt Risiken offen und wird gerade dadurch glaubhaft.
 

Social Media

Holger pflegt nicht nur einen Account bei Twitter sondern auch bei Facebook und Google+. Die Social-Media-Buttons finden sich inzwischen ganz dezent am Ende der Kontakt-Seite bzw. am Ende von jedem Blogbeitrag und nicht präsent auf der Startseite. Besucher werden also nicht penetrant darauf hingewiesen zu „liken“ und zu „sharen“.
 

Kommentare

Dass er mit seinem Projekt zendepot einen Nerv bei den Nutzern getroffen hat, wird sehr schnell an den vielen Kommentaren deutlich, die er zu jedem Blogbeitrag erhält. Die Fragen der Leser beantwortet er umgehend, kompetent und wohlwollend. Überhaupt bedankt der sich immer für die Aufmerksamkeit, die man seinen Inhalten geschenkt hat. Das ist Dialog auf Augenhöhe.
 

Experten-Interviews

Bei Interviews mit Experten wie Niels Nauhauser, Referent Altersvorsorge, Banken und Kredite bei der Verbraucherzentrale Baden-Würtemberg e.V., wird deutlich, dass Holger etwas von der Sache versteht, was zusätzlich seine Glaubwürdigkeit unterstreicht.
 

Erfolg

Als dann der Online-Kurs ZENinvestor Anfang März 2014 in der Beta-Version für 40 Nutzer startet, sind die Plätze innerhalb von 24 Stunden weg. Die Beta-Phase ist inzwischen beendet und der Kurs regulär buchbar.
 

Monetarisierung

Erst jetzt hat sich das Projekt zendepot amortisiert. Zum Jahresrückblick 2013 war das noch nicht so. Holger hatte 2000 Euro investiert und gerade 50 Cent verdient. Ganz im Sinne des Zen ließ sich Holger davon nicht beirren, sondern führte geduldig und konzentriert sein Projekt fort.
 

Statistik

Transparenz ist Holger offenbar ein Bedürfnis, weshalb er sowohl zum Ende des Jahres 2013 als auch zum 1. Geburtstag im März 2014 die Leser am zahlenmäßigen Wachstum des Projektes teilhaben lässt, hier in Auszügen:
 
54 Blogartikel und 821 Kommentare
6000 eindeutige Website-Besucher pro Monat
1250 Newsletter-Abonnenten
– über 30.000 Abrufe des Podcasts
 

Duzen

Und merke: Auch bei einem seriösen Thema wie Finanzen kann man mit konsequentem Duzen ernst genommen werden. Denn das macht Holger von Anfang an: seine Leser werden geduzt.
 

Interview

 
Diese Bilanz ist beeindruckend und deshalb habe ich Holger einige Fragen zu seinem Online-Business gestellt. Erfreulicherweise war er sofort dazu bereit. An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön, nicht nur für’s Fragen Beantworten sondern auch für die vielen guten Informationen, die Holger bisher bei zendepot bereit gestellt hat. Hier ist das Interview:
 

Wie bist Du zum Blogger geworden? Was treibt Dich an?

 
Es ist der Spaß am Schreiben, Erklären und Inspirieren. Hinzu kommt eine „unternehmerische Ader“. Ich will herausfinden, wie einfach bzw. schwer es ist, ein profitables Online-Business auf die Beine zu stellen, das um einen Blog herum „gebaut“ ist. Außerdem möchte ich etwas Sinnvolles tun und möglichst vielen Menschen helfen, in Eigenregie erfolgreich Vermögen zu bilden. Denn damit haben viele Leute große Probleme. Das war von Anfang an mein Ziel und das hat sich im Laufe der Zeit auch nicht geändert.
 

Empfindest Du denn den Beruf als Arzt nicht als sinnvoll und würdest Du ihn für Dein erfolgreiches Online-Business an den Nagel hängen?

Der Arztberuf ist zwar sinnvoll, aber wird meinen Bedürfnissen nicht so optimal gerecht. Ich bin ein kreativer Mensch und die Medizin ist alles, aber keinen Funken kreativ (Forschung vielleicht ausgenommen, aber das interessiert mich nicht). Insofern habe ich da an meinen Neigungen „vorbeistudiert“, was mir mit 19 Jahren aber so nicht bewusst war. –> Problem: Berufswahl!

Ein erfolgreiches Online-Business definiert sich für mich dadurch, dass Einkommen zeit- und ortsunabhängig erzielt wird. Das gibt mir Raum, meinen Arztberuf weiterzuführen, solange ich das eben möchte. Seit knapp 4 Jahren arbeite ich in der Medizin ja eh „nur“ noch in Teilzeit..
 

Was war für Dich am schwersten?

 
Den Mut zusammenzunehmen und „rauszugehen“. Man erweitert mit solch einem Projekt definitiv seine Komfortzone, da man plötzlich in der Öffentlichkeit steht. Das war ich zuvor nicht gewohnt.
 

Wer hat Dich am meisten beeinflusst und Dich unterstützt?

 
Anfangs war das sehr stark Corbett Barr und andere US-Blogger bzw. Online-Entrepreneure. Mit der Zeit habe ich mir aber im deutschsprachigen Raum ein Netzwerk gebildet und es entsteht so langsam auch hier eine tolle Community mit Gleichgesinnten, die Bloggen unternehmerisch begreifen.
  

Was mir gefällt: Du schaffst es, konzentriert bei einem Thema zu bleiben und leicht verständlich zu erklären. Hast Du das geübt oder bist Du ein Naturtalent?

 
Keine Ahnung. Das müssen andere beurteilen. Geübt habe ich nicht, aber ich hatte nie Angst vor (ehrlicher) Kritik. Am Anfang habe ich mir gezielt „harte Hunde“ als Kritiker geholt, die mir unverblümt die Meinung gegeigt haben. Das hat sehr geholfen…
 

Wie hast Du Deine Community aufgebaut? Mit Twitter oder mit Facebook oder ganz anders?

 
Facebook, Twitter, Google, E-Mail-Marketing, Gastartikel, Podcasts…von jedem etwas.
  

Irgendwann hast Du mit Podcasten angefangen, warum?

 
Weil es Spaß macht und man sich mit iTunes eine attraktive Plattform erschließt, um mehr Leute auf den Blog aufmerksam zu machen. Zudem hören manche Leute lieber meine Inhalte als dass sie sie lesen…
 

Hast Du mit wachsender Bekanntheit auch Probleme mit „Trollen“ bekommen und wenn ja, wie gehst Du damit um?

 
Erfreulicherweise kaum. Keine Hass-Mails bisher. Kommentare werden moderiert und wer pöbelt, fliegt raus bzw. wird gesperrt.
 

Gibt es heute Dinge, die Du anders machen würdest?

 
Nein. Ich versuche, immer alles so gut zu machen, wie ich eben kann. Das muss reichen. 😉
 

Was würdest Du anderen raten, die ein ähnliches Online-Projekt starten wollen?

 
Man braucht: eine gute Idee und dann viel Leidenschaft und Durchhaltevermögen, um die Idee zu realisieren. Geduld ist entscheidend. Man darf nicht zu schnell zu viel wollen. 
 

Du hast jetzt Deine Online-Kurse gestartet. Ist das das Ende der Reise oder was ist Dein nächstes Ziel?

 
Mit ZENinvestor habe ich einen Kurs gestartet. Das ist erst der Anfang der Reise, denn jetzt muss dieses Produkt erst einmal gut vermarktet werden. Dazu will ich als nächstes mehr Reichweite erzielen und mir neue Leserkreise erschließen…
 


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Nehmen Sie mit uns Kontakt auf: Telefon: 030 / 98 30 51 49 E-Mail: info@startbox-berlin.de

Autor: Nadja Bungard

Ich begleite Unternehmen und Gründer dabei, ihr Business bekannter zu machen. Sie profitieren dabei von meinen Erfahrungen als Journalistin, PR-Beraterin und Online-Marketing-Managerin, also online und offline.

1 Kommentar

  1. Pingback: Blogparade PR-Blogger #cmcb15 › mondpropaganda

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