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Blogparade #Charakterzeigen von Karriereberater Christoph Burger

Andrea Rochlitz & Nadja Bungard

Wir machen gern bei Blogparaden mit. Die Einladung von Christoph Burger hat uns sehr gefreut, vor allem, weil das Thema #Charakterzeigen etwas ist, womit wir uns regelmäßig auseinandersetzen. Die Kernfrage der Blogparade lautet, wie viel man im Netz über sich preisgeben sollte. Bringt der Mut, sich anderen Menschen zu zeigen, wirklich Kunden? Beispielsweise, indem man die Marke seines Autos verrät, seine Lieblingssendung im Fernsehen, die parteipolitische Einstellung, sexuelle Vorlieben oder über eigene Krankheiten spricht?

Das Internet ist keine Gartenparty

Diese Frage ist natürlich eine Gratwanderung, die jeder für sich beantworten muss. Letztlich geht es darum, sich bewusst damit auseinander zu setzen. Die Unterscheidung zwischen persönlich und privat, die ein Berater in dem Einladungstext formuliert, ist fließend. Es muss jeder für sich entscheiden, wo die für ihn liegt und das am besten, bevor er oder sie im Netz anfängt, öffentlich über sich zu reden. Man muss verstehen: Das Internet ist keine Gartenparty sondern ein öffentlicher Raum mit langem Nachklang.

Über Persönlichkeit „verkaufen“

Die Blogparade richtet sich vor allem an Trainer, Geschäftsleute und Berater. Als Berater stehen wir mit unserer Persönlichkeit im Mittelpunkt, wir „verkaufen“ darüber. Kunden entscheiden sich nicht vorrangig für oder gegen uns aufgrund von Kompetenz, sondern aufgrund von Sympathie. Dieser Punkt ist sehr wichtig und kommt gleich nach der persönlichen Empfehlung. Deshalb haben wir vom startbox-Team uns ganz bewusst für Transparenz entschieden: Auf der Startseite sind wir beide mit einem Foto zu sehen. Wir schreiben ein Blog im Bereich News, indem wir Themen aufgreifen, die wir wichtig finden. Wir stellen Gründer vor, die wir gut finden. Hier formulieren wir natürlich unseren Standpunkt, denn darum geht es in einem eigenen Blog unserer Meinung nach: Die eigenen Auffassungen und Arbeitsweisen transparent zu machen. Daneben pflegen wir eine Seite bei Facebook, einen Twitter-Account und eine Google+ Seite. Dort geht es natürlich vor allem um Themen, die für Gründer und Unternehmer interessant sind. Es gibt aber auch persönlichere Posts, beispielsweise Fotos aus unserem Büro oder vom Kaffeetrinken mit Gründerinnen. Immer aber stehen diese persönlicher gefärbten Posts in Verbindung mit unserem professionellen Thema.

Das Auto ist kein Kriterium

Jede von uns hat noch ihre privaten Social-Media-Profile. Unsere Auffassung dazu, was ins Netz gehört und was nicht, ist recht ähnlich. Bei uns wird man vergeblich Familien- oder Urlaubsfotos suchen. Es gibt schon einmal den Link zur Lieblings-TV-Sendung, einen Hinweis auf einen Konzertbesuch, auf ein gutes Buch oder unsere Meinung zu einer politischen Kampagne. Krankheiten, sexuelle Orientierung, politische Einstellung sind alles Themen, die mit unserem Beruf als Berater nicht so viel zu tun haben. Das sind unserer Meinung nach keine Kriterien, um sich für oder gegen uns als Berater zu entscheiden. Bei anderen Beratern mag das anders sein. Das Auto als Statussymbol beispielsweise spielt eine so geringe Rolle, dass uns noch nie in den Sinn gekommen ist, darüber zu schreiben.

Stimmig oder nicht?

Unsere Erfahrung zeigt, dass wir so für unsere potentiellen Kunden greifbarer werden. Häufig hören wir, dass sich Kunden aufgrund unseres sympathischen Auftritts bei uns melden. Das schönste Kompliment ist, wenn sie bemerken, dass unser Auftritt stimmig ist. Wir wirken also in echt nicht anders auf sie, als wir uns im Netz darstellen. Diese Übereinstimmung finden wir sehr wichtig. Unser Ziel ist es nicht, so viele Kunden wie möglich zu erreichen, sondern unsere Wunschkunden. Dabei hilft uns die beschriebene Transparenz sehr gut.

Es geht um Gespräche

Die Frage, ob man sich nicht entblößt und angreifbar macht, ist nicht ganz berechtigt. Denn unserer Meinung nach geht es im Netz um Gespräche. Gespräche, die wir auch offline mit unseren Kunden führen würden. Es gilt das gleiche Maß an sozialer Kompetenz. Letztlich können wir nicht alle Assoziationen eventueller Kunden und Nutzer mitdenken. Das Kopfkino hat jeder für sich allein. Schön ist im Netz, dass man direkt darauf reagieren kann und die Informationen auch auffindbar bleiben. Bisher haben wir noch keine negativen Erfahrungen gemacht. Im Gegenteil. Die meisten Menschen bewegen sich sehr höflich und aufmerksam im Netz. Wir finden es ebenfalls eher sympathisch, wenn jemand Schwächen zeigt und schreibt, was nicht funktioniert. Hier geht es nicht um Selbstzerfleischung. Aus den Fehlern anderer lernen zu können, bietet einen guten Mehrwert für Nutzer.

Die These, ob es Kunden bringt, sich als Mensch zu zeigen, können wir also nur bestätigen. Und wir möchten sie sogar noch ergänzen: Man gewinnt die richtigen Kunden.

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Autor: Nadja Bungard

Ich mache meine Kunden sichtbar - in der Öffentlichkeit, in den Medien, in Social-Media-Kanälen. Als PR-Beraterin helfe ich Gründern und Unternehmern, sich im Markt klar aufzustellen, dabei strategisch vorzugehen und die richtigen Themen zu setzen. 2011 erschien mein "Praxisleitfaden für zeitgemäße Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" im DIHK Verlag.

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