Permalink

0

Buch-Rezension: Mach Dich selbständig!

Das Buch „Mach Dich selbständig!“ von Brigitte Windt ist ein Praxishandbuch für Gründerinnen und Karrierefrauen, das man nicht nebenbei lesen kann. Denn es steckt voller Ideen und lädt zum Ausprobieren ein.

Erfolg ist das, was folgt.

– ist eine Kernaussage des Buches. Gemeint ist: Wenn man etwas möchte, muss man sich auf den Weg machen. Der erste Schritt zählt. Ihm folgen viele andere, die dann Veränderung und auch Erfolg bewirken.

Und so ist man gleich zu Beginn dabei, für sich definieren zu müssen, was Erfolg eigentlich ist. Denn das ist für jede*n durchaus unterschiedlich. Und es ist wichtig für sich selbst darin klar zu sein, was das denn heißt, erfolgreich zu sein.

Aus Brigitte Windts Sicht geht es darum, Gegebenes zu akzeptieren und Dinge nicht zu erzwingen. Das mag esoterisch klingen, ist aber genau das, was Leichtigkeit bringt. Der ewige Druck, mit dem wir leben, macht uns krank und unzufrieden.

Um seinen Weg leichter zu finden, enthält das Buch eine Reihe von Übungen. Manche mögen etwas albern klingen, wie die auf Seite 84:

Alles Gute beginnt mit einem Ja. Sprechen Sie dieses Wort jetzt bitte laut aus und fühlen Sie, was es in Ihnen auslöst.

Aber probieren Sie es aus!

Brigitte Windt ist nicht nur erfahrene Beraterin sondern auch Bankkauffrau. Sie ist keine Feindin von Zahlen und Businessplänen. Im Gegenteil:

Verschriftlichte Planung in Wort und Zahl ist ein wesentlicher Schritt der Realisierung.

Aber bevor dieser Part dran ist, müssen Gründer erst einmal mit sich im Reinen sein. Dabei hilft dieses Buch. Es ist ein „Herzens-Wunsch-Buch“. So ein Buch kann wohl nur eine Frau schreiben!

Es fängt mit Übung 1, die mir übrigens gut gefällt: Jeden Morgen Herzenswünsche aufschreiben, denn auch das muss man üben: auf seine eigene Stimme hören und vertrauen.

Womit ich etwas fremdele sind die links- und rechtsdrehenden Spiralbewegungen, die unsere innere Einstellungen versinnbildlichen sollen. Aber ich bin gewillt, auch das auszuprobieren.

Das Buch hat etwas Märchenhaftes und ich sehe Brigitte Windt vor mir in einem roten Ohrensessel, wie sie daraus vorliest, denn das hat sie schon genau so getan.

Neben den Übungen ist der Text durch viele Zwischenüberschriften und eigene Illustrationen gegliedert. So lässt er sich gut ‚verdauen‘. Leider sind die Illustrationen etwas klein und farblos. Man muss sehr genau hinsehen, damit sie ihre Wirksamkeit entfalten.

Die Sprache ist bildhaft und assoziativ und regt die Vorstellungskraft an. Beispielsweise wird der Businessplan mit einer Einkaufsliste und einem Kochrezept versinnbildlicht, damit die Feier (ergo das Business) gelingen kann.

Zudem sind die inneren Stimmen personifiziert mit Herrn Denker, Herrn Eigensinn, Herrn Eigenwille und Frau Eigenbrille – alles sehr eigenwillige Bestandteile einer Persönlichkeit. Brigitte Windt entführt uns in ihren Blick auf die Welt. Dadurch lässt sich das Buch leicht lesen.

Es vermittelt viel über Selbstwirksamkeit und dass man etwas in Bewegung bringen kann. Denn wie sagt Brigitte Windt so schön:

Es geht darum, Verantwortung für sich und für das Ganze zu übernehmen.

Die Zuwendung zu sich selbst ist eine Mutprobe, denn ehrlich zu sich sein und den gewohnten Funktionsmodus aufgeben erfordert Mut. Hier geht es um den „Eisbergbauch“ – alles das, was uns unter der sichtbaren Oberfläche beeinflusst.

Wer die Wahrheiten in seinem Eisbergbauch beim Namen nennt, befindet sich schon ganz in der Nähe von Akzeptanz, die als Voraussetzung für jede Besserung gilt.

Es fängt bereits beim Aufräumen an: Wenn wir die Dinge vernachlässigen,“..setzen uns die daraus resultierenden Negativerfolge so lange zu, bis wir uns ihnen zuwenden und handeln.“ (S. 103) Brigitte Windt macht das am Beispiel von Computerprogrammen fest. Die Kernbotschaft des Eisbergmodells lautet:

Unsichtbare Bewegungen produzieren sichtbare Ergebnisse.

Das Buch ist wie ein schriftliches Coaching. Es geht um eine positive Lebenseinstellung und es steckt viel Wahres drin wie:

  • Beziehungen muss man regelmäßig prüfen und sich trennen können.
  • Man sollte sich immer für die 1. Wahl entscheiden und keine Zugeständnisse machen, denn nur das bringt Erfüllung.
  • Warum reiner Aktionismus (Kaltakquise = Haben wollen) keine Aufträge und Kunden bringt = Weil wir nichts zu geben haben.
  • Man muss den Dingen Zeit lassen im Vertrauen darauf, dass das Richtige passieren wird.
  • Man sollte nicht Dingen Aufmerksamkeit schenken, die man ablehnt. Das ist Verschwendung von Energie und Zeit. Besser ist es, sich dem Positiven zuzuwenden.

Man muss sich auf die Art von Brigitte Windt einlassen, um sie zu verstehen, denn letztlich hat sie recht:

Allerdings gibt es auch Bereiche, in die ich nicht mehr folgen kann wie den in die ‚Lemniskate‘, die Unendlichkeitsschleife, die in Spiralbewegungen die Felder umspielt.

Herzlich zustimmen möchte ich hingegen bei:

Höchstes Glück ist die Übereinstimmung von innerer und äußerer Haltung, ist Authentizität und Gegenteil von Unklarheit und Unsicherheit.

Es ist erstaunlich, wie klar Brigitte Windt mit so schwierigen Begriffen umgeht. Lassen Sie das Buch gut einfach sich wirken!

Facebooktwittergoogle_plusmail


Haben Sie Fragen zu unserem Beratungsangebot?

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf: Telefon: 030 / 893 75 001 E-Mail: info@startbox-berlin.de

Möchten Sie regelmäßig Wissen für Unternehmen erhalten?

Dann tragen Sie sich gern in unsere E-Mail-Newsletter-Liste ein.

Autor: Nadja Bungard

Ich mache meine Kunden sichtbar - in der Öffentlichkeit, in den Medien, in Social-Media-Kanälen. Als PR-Beraterin helfe ich Gründern und Unternehmern, sich im Markt klar aufzustellen, dabei strategisch vorzugehen und die richtigen Themen zu setzen. 2011 erschien mein "Praxisleitfaden für zeitgemäße Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" im DIHK Verlag.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


elf − drei =

Holen Sie sich die Checkliste "PR in 5 Schritten"

Holen Sie sich die Checkliste "PR in 5 Schritten"

Abonnieren Sie den Newsletter für Gründer

 

Vielen Dank! Sie erhalten eine E-Mail zur Bestätigung.