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Die startbox Lieblingsgründer: Juni 2013

Unsere Lieblingsgründerin Britta Markurt ist die richtige Ansprechpartnerin, wenn es darum geht, eine Immobilie für Vermietung oder Verkauf ins rechte Licht zu rücken. Home Staging heißt das Zauberwort. Im Jahr 2012 hat sie sich mit ihrem Unternehmen „finitum home staging“ selbständig gemacht. Das Erfolgsrezept der gelernten Bankkauffrau ist, kaufmännische Strategien gezielt mit käuferorientierter Gestaltung zu verbinden.

Liebe Frau Markurt, wie wird man denn Home Staging Professional?

Bei mir persönlich führte der Weg über eine Zeitungsanzeige. 2008 habe ich einen Artikel über Home Staging gelesen. Bis dahin hatte ich noch nie davon gehört und war spontan begeistert von der Idee, Immobilien speziell für den Verkauf zu „inszenieren“, um den Verkaufserfolg zu steigern. Gleichzeitig habe ich mich gewundert, dass es diese Dienstleistung in Deutschland bislang nicht gab. Schließlich putzt doch jeder sein Auto bevor er es verkauft, damit er es schnell und vor allem zu einem super Preis los wird.
Ein Blick in die Immobilienportale verriet mir, dass dieses Marketingwissen, das eigentlich in jedem von uns steckt, bei Immobilien oft völlig außer Acht gelassen wird. Und das, obwohl Immobilien in der Regel deutlich teurer sind als Autos.
Es hat dann noch ein bisschen gedauert, bis ich 2011 den Schritt gewagt habe und meine Festanstellung aufgab, um künftig als Home Stagerin zu arbeiten. Um mir die fachlichen Voraussetzungen anzueignen, habe ich mich nochmal auf die Schulbank gesetzt, eine Ausbildung im Bereich Raumgestaltung/Innenarchitektur abgeschlossen und mich auf Home Staging spezialisiert. Seit 2012 bin ich mit finitum home staging als Home Staging Professional tätig.

Was steckt für den Kunden im Paket Home Staging drin?

Alles was es braucht, damit Interessenten sich in eine Immobilie „verlieben“.
Damit das passiert, sind viele kleine Schritte nötig, die in der Summe diesen Wohlfühleffekt vermitteln, den wir mit Home Staging bei den Kaufinteressenten erreichen wollen und der den schnellen Verkauf zu einem sehr guten Preis möglich macht.

Da gibt es vieles zu bedenken: Wer ist die Zielgruppe? Was ist an der Immobilie besonders schön? Was sollte besonders betont werden? Was ist nicht so schön? Was kann mit einfachen Mitteln ansprechender gestaltet werden?

Es wird geputzt, repariert, gemalert, gegärtnert, möbliert, dekoriert, beleuchtet… Für leere Immobilien werden Mietmöbel und Leihaccessoires aus einem eigens dafür unterhaltenen Möbellager zur Verfügung gestellt.

Die fertig „inszenierte“ Immobilie wird professionell fotografiert. Das ist wichtig für die Immobilienportale und das Exposé. Auf Wunsch gibt es 360°-Immobilien-Touren, mit denen Interessenten schon vorab im Internet die Immobilie Raum für Raum besichtigen können.
Das Wichtigste ist aber, dass die Inszenierung den gesamten Verkaufszeitraum über erhalten bleibt. Möbel, Dekoration und Beleuchtung kommen erst wieder raus, wenn die Immobilie erfolgreich verkauft worden ist.

Was waren für Sie bisher die größten Herausforderungen bei der Unternehmensgründung?

Vertrieb und Akquise in eigener Sache. Das musste ich erst lernen und fühle mich auch immer noch als Lernende.

Was ist anders gelaufen als Sie sich das vorgestellt hatten? Gab es Überraschungen?

Viele Immobilienverkäufer in Deutschland wissen gar nicht, dass es eine Dienstleistung wie Home Staging überhaupt gibt. Die Dienstleistung und Ihren Nutzen bekannt zu machen, ist Pionierarbeit.
Was beim Auto ein alter Hut ist, erscheint bei einer Immobilie vielen als Revolution. Mit dieser Ambivalenz in der Wahrnehmung und so viel Erklärungs- und Aufklärungsbedarf hatte ich, ehrlich gesagt, nicht gerechnet.

Was verbuchen Sie als Ihren bisher größten Erfolg?

Um es mal in der Gärtnersprache zu sagen: Immer wenn eine Immobilie von einem „Mauerblümchen“ zu einer „stolzen Rose“ wird, wenn aus mäßigem oder nicht vorhandenem Interesse Begeisterung wird, wenn Verkäufer so stolz auf Ihre Immobilie sind, dass sie selbstbewusst in die Preisverhandlungen gehen, wenn Interessenten glücklich sind, weil sie endlich die Immobilie gefunden haben, die Ihnen gefällt – das sind, immer wieder, meine größten Erfolge.

Welchen Tipp möchten Sie anderen Gründern mit auf den Weg geben?

Wichtig ist die Unterstützung der Familie. Die muss unbedingt da sein. Darüber hinaus ist es wichtig, sich gerade am Anfang auch extern professionelle und kompetente Unterstützung zu suchen. Niemand ist von Anfang an auf allen Gebieten richtig gut.


Kostenloses eBook: LieblingsgründerIn 2013
Download (PDF, ca. 1,2MB)

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Autor: Nadja Bungard

Ich mache meine Kunden sichtbar - in der Öffentlichkeit, in den Medien, in Social-Media-Kanälen. Als PR-Beraterin helfe ich Gründern und Unternehmern, sich im Markt klar aufzustellen, dabei strategisch vorzugehen und die richtigen Themen zu setzen. 2011 erschien mein "Praxisleitfaden für zeitgemäße Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" im DIHK Verlag.

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