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Die startbox Lieblingsgründer: Mai 2013

Anke Siedschlag

Die Lieblingsgründerin im Wonnemonat Mai ist Anke Siedschlag mit ihrem Produkt „Berlin Chocolate Wall“. Seit Oktober 2012 sind sie zu haben, die dragierten Schokostückchen in einer Dose im Mauer-Design. Der Stacheldraht ist zum Glück aus Gummi. Seitdem saust Anke Siedschlag zwischen Messen, Hotels und Firmen hin und her oder steht mit ihrer Piaggio Ape an den touristischen Hot Spots, um dort Berliner und Berlin-Besucher zum Vernaschen der Mauer zu verführen.

Frau Siedschlag, wie sind Sie auf die Idee gekommen, die Mauer ausgerechnet in Schokolade zu gießen?

Der Mauerfall war für mich ein absolut prägendes Erlebnis, sehr intensiv und sehr positiv besetzt. Ich werde in Kürze auf meinem Blog darüber berichten. Nur so viel: Ich war damals im 1. Lehrjahr und wohnte in Mecklenburg. Mit dem Mauerfall waren die Weichen für mein Leben plötzlich völlig neu gestellt: Ich konnte meine Ausbildung in Berlin beenden, das Abitur nachholen und so den Grundstein für meine Karriere bei airberlin legen. Leider stellte ich immer wieder fest, dass die Mauer in den Köpfen der Leute noch immer vorhanden ist. Diesen Zustand wollte und will ich ändern. Mir gefällt die Idee, sie einfach zum Verzehr anzubieten. Das ist „politisch korrekter Verzehr“, wie eine Berliner Journalistin treffend formulierte. Und außerdem liebe ich Schokolade, meine wichtigste Nervennahrung für alle Lebenslagen.

Was sagen denn Ihre Kunden zur Chocolate Wall?

Die finden, dass es ein echt süßes Geschenk ist, eins mit Herz und doppeltem Nutzen. Ein perfektes Gastgeschenk. Die Dose in Maueroptik behalten die Leute gern. Und außerdem kann man sie auch immer wieder nachfüllen. Den schokoladigen Mauerbruch gibt es im Online-Shop.

Was war bisher Ihre größte Herausforderung bei der Unternehmensgründung?

Ich fand die Sicherung der Marke herausfordernd. Das war gar nicht der Vorgang an sich, sondern, dass es so lange gedauert hat! Ich musste 9! Monate warten, bis ich die Markensicherung in der Tasche hatte. So lange habe ich auch gewartet, bis ich mit dem Vertrieb richtig loslegen konnte. Dieser lange Zeitraum hat meine Vertriebsaktivitäten ordentlich ausgebremst.

Eine andere echte Herausforderung ist es, das Produkt auf dem Markt bekannt zu machen. Es sind so viele Wege zu gehen und so viele Zufälle sind passiert, damit es läuft! Man muss sich immer bewegen, immer auf Zack sein und neue Lösungen für Probleme finden. Aber das habe ich als „Ossi“ ja von der Pike auf gelernt.

Was ist anders gelaufen, als Sie es sich vorgestellt hatten?

Die Produktplatzierung in Souvenir-Shops ist schwierig, da dort das Produktportfolio zumeist an festen Strukturen „hängt“ und wenig Neues zulässt. Ich bin also ständig auf der Suche nach neuen Vertriebswegen. Großes Glück hatte ich im Januar mit der Firma Bacchus – Weine der Welt. Sie ermöglichten einen tollen Promotion-Stand auf der größten Food-Messe, die „Grüne Woche“. Auch im März war mir mit der Autovermietung Buchbinder das Glück hold. In deren Fuhrpark waren kleine, dreirädrigen „Piagge Ape“ zu haben. Eingekleidet im Gewand der „Berlin Chocolate Wall“, präsentieren wir uns nun mit diesen kultigen Fahrzeugen seit einigen Wochen wechselnd an touristischen Hotspots wie die East Side Gallery und auf verschiedenen Kunstmärkten, wie an der Strasse des 17. Juni, im Mauerpark und Unter den Linden/Am Kupfergraben. Hier kann immer ordentlich genascht werden.

Was war bisher Ihr größter Erfolg?

Ich habe mich gefreut, dass ich unter anderem die „Berlin Chocolate Wall“ in circa 20 Berliner Hotels und auch bei Thalia platzieren konnte. Zudem ist eine angenehme und enge Zusammenarbeit mit „ach berlin am Gendarmenmarkt“ zustande gekommen. Das Produkt wird dort sehr gut angenommen.

Welchen Tipp möchten Sie anderen Existenzgründern mit auf den Weg geben?

Wie zuvor schon mehrfach deutlich gemacht, habe ich eine Sache unterschätzt: den Vertrieb. Um ein Produkt sicher am Markt zu platzieren, sollte dieser gut vorbereitet und in sich gut organisiert sein. Ansonsten gilt: einfach machen und sich vor allem nicht aufhalten lassen!


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Autor: Nadja Bungard

Ich mache meine Kunden sichtbar - in der Öffentlichkeit, in den Medien, in Social-Media-Kanälen. Als PR-Beraterin helfe ich Gründern und Unternehmern, sich im Markt klar aufzustellen, dabei strategisch vorzugehen und die richtigen Themen zu setzen. 2011 erschien mein "Praxisleitfaden für zeitgemäße Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" im DIHK Verlag.

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