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Die startbox Lieblingsgründer: Dezember 2013

Pünktlich zum Advent möchten wir unsere Leser – wenigstens visuell – verwöhnen. Unsere Lieblingsgründerin Kay backt und verkauft in ihrem Laden Vanilla wunderbare selbst gebackene Cupcakes. Schon seit 2010 gibt es „Vanilla“. Wir haben sie gefragt, wie die Gründung gelungen ist.

Wie bist Du auf die Idee gekommen, einen Cupcake-Laden zu eröffnen?

Meinen Beruf gibt es in Deutschland leider nicht. Ich komme aus Großbritannien und habe dort Optometristin gelernt. Das ist etwas zwischen Optiker und Augenarzt. Als wir 2009 nach Deutschland umgezogen sind, habe ich mich gefragt, was ich eigentlich machen wollte. Backen war immer mein Hobby und ich dachte, vielleicht soll ich so etwas machen um Geld zu verdienen. Ich liebe Kuchen, liebe es zu backen und habe diese Chance ergriffen, einen Laden aufzumachen.

Gibt es noch mehr außer Cupcakes und verkaufst Du auch woanders?

Ich verkaufe nur im Laden in der Hufelandstrasse. Hier gibt es viel Laufkundschaft. Meine Kunden kommen vor allem aus dem Kiez. Sie bestellen für Kindergeburtstage vor oder nehmen ein paar Cupcakes für die Familie mit. Im Sommer habe ich noch Frozen Yogurt. Außerdem gibt es Mini-Cupcakes, die ich ursprünglich für Kinder gedacht habe. Aber Kinder wollen immer nur die großen Cupcakes.

Hast Du Mitarbeiter?

Nein, ich mache alles ganz alleine! Früh ab 6.30 Uhr backe ich die Cupcakes, ab mittags verkaufe ich sie im Laden. Montag und Dienstag habe ich geschlossen. Da kaufe ich dann für die Woche ein, räume auf und kümmere mich um meine Buchhaltung. Dienstag ist mein freier Tag. Das kann manchmal ein bisschen einsam sein! Aber viele Kunden kommen in den Laden und unterhalten sich mit mir. Das ist dann eine gute Abwechslung.

Was war für Dich beim Gründen am schwierigsten?

Am schwierigsten beim Gründen war die Fremdsprache Deutsch für mich und die Bürokratie hier in Berlin. Beispielsweise war es nicht leicht, die Krankenversicherung im ersten Jahr zu bezahlen, obwohl die Einnahmen noch nicht so hoch waren. Auch die Auflagen des Lebensmittelaufsichtsamtes zu erfüllen, fand ich schwierig. Die Bestimmungen sind in den einzelnen Berliner Bezirken sogar unterschiedlich. Hier in Pankow beispielsweise musste ich für die Küche, in der ich backe, einen extra Abfluss im Boden und weitere Fliesen einbauen lassen. In Charlottenburg wäre das nicht nötig gewesen. Am Anfang wußte ich auch nicht, wie viel Mehl und Butter ich beispielsweise pro Woche brauchen würde und wie viele Cupcakes ich überhaupt backen muss. Das weiß ich inzwischen natürlich genau. Am Anfang hatte ich oft zu viele Cupcakes. Am Anfang gibt es einfach viele Aufgaben auf einmal, die man bewältigen soll.

Was lief bei der Gründung leichter als gedacht?

Was leicht beim Gründen war….. Das Testen des Rezepts! Ich habe so viel in der Zeit gebacken, um das beste Rezepte zu entwickeln. Das hat mir Spass gemacht 🙂

Worauf bist Du besonders stolz?

Ich bin immer stolz darauf, dass ich fast alles alleine mache und gemacht habe. Und besonders stolz macht mich, wenn Leute von der anderen Seite der Stadt hierher in den Prenzlauer Berg fahren, nur weil sie meine Cupcakes so lecker finden!

Was planst Du als nächstes?

Als nächstes, weiss ich nicht. Weiter machen, weiter backen! Ich habe keine Pläne für, z.B. einen zweiten Laden. Ein Laden reicht!

Was würdest Du anderen Gründern raten?

Gründer sollten immer ein gutes Konzept haben. Sie sollten sich vorher genau überlegen, welche Schritte nötig sind, was das kosten wird. Es sollte etwas Neues sein, oder etwas, das es in einer Gegend noch nicht gibt. Sie sollten darauf gefasst sein, sehr hart arbeiten zu müssen, viele Stunden in der Woche, um mit ihrer Gründung erfolgreich zu sein. Am wichtigsten finde ich, dass man das, was mach macht gerne macht!


Kostenloses eBook: LieblingsgründerIn 2013
Download (PDF, ca. 1,2MB)

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Autor: Nadja Bungard

Ich mache meine Kunden sichtbar - in der Öffentlichkeit, in den Medien, in Social-Media-Kanälen. Als PR-Beraterin helfe ich Gründern und Unternehmern, sich im Markt klar aufzustellen, dabei strategisch vorzugehen und die richtigen Themen zu setzen. 2011 erschien mein "Praxisleitfaden für zeitgemäße Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" im DIHK Verlag.

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