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Die startbox Lieblingsgründer: September 2013

Adel Oworu

Adel Oworu geht es um gesunde Ernährung. Mit ihrem RohKostWerk hat sie sich 2011 als Einzelunternehmerin selbständig gemacht. Sie bietet Coaching, Workshops und Catering rund um die Neue Rohkost an. Es geht um gesund-genussvolle Alternativen zur herkömmlichen, entwerteten Industriekost. Sie bereitet Essen, das gesund macht und zeigt anderen, wie das funktioniert. Sie bietet monatlich bundesweit Veranstaltungen, bei denen man das Essen ausprobieren kann. In unserem Interview haben wir Adel zu ihrer Geschäftsgründung befragt.

Was ist das Anliegen vom RohKostWerk?

Ich möchte zu mehr Rohkost ermutigen und dazu beitragen, dass das Potenzial von Rohkost effektiver genutzt wird, ohne auf Genuss verzichten zu müssen.

Ich verwende vitale, vegane Lebensmittel in Bio- und Rohkostqualität, auch gern Früchte und Kräuter aus Wildsammlungen.

Das RohKostWert (RKW) ist der Grundstein für einen Netzwerkpunkt. Hier soll zu gegebener Zeit alles rund um die Neue Rohkost zu finden sein: Produktion, Catering, Ladengeschäft mit Verkauf von vitalen Lebensmitteln und entsprechenden Küchengeräten, Café, später Restaurant, Showküche, Workshop- und Seminarraum, Bibliothek und auch Übernachtungsmöglichkeiten.

Was hat Dich dazu gebracht, das RohKostWerk zu gründen?

Es gab gastronomisch nichts, was ich außerhalb meiner vier Wände wirklich essen wollte. Keine ansprechenden Salate, Snacks, Speisen, Getränke oder gar Desserts in Rohkostqualität. Wegen praktisch nicht vorhandener leckerer Rohkost in Berlin, habe ich mir gedacht, wenn es das noch nicht gibt, mußt Du es halt selber machen. So entstand zunächst schnell die Idee für ein Rohkost-Café oder gar -Restaurant. Nach reiflichen Überlegungen und Abwägungen habe ich aus dieser Anfangsidee den momentan realistischeren Coaching- und Lieferservices des RohKostWerkes entwickelt.

Was ist das Besondere am RohKostWerk?

Das RohKostWerk liefert frische Speisen, Gerichte und Getränke, die gesund machen und prima schmecken. Ich weiß, dass wir mit vitalen Lebensmitteln die Selbstheilungskräfte unseres Körpers stärken, dass wir uns gesund essen können. Da möchte ich den Leuten behilflich sein, das zu entdecken und zu verwirklichen. Ich möchte nicht nur bei einem schicken Dinner begeistern, sondern die Leute dazu ermutigen, mehr in der eigenen Küche auszuprobieren und vor allem wieder viel mehr einfache, vitale Lebensmittel zu verspeisen. Ich zeige, dass es nicht schwer ist, die Neue Rohkost in sein tägliches Leben zu integrieren. Mir kommt es darauf an, die Leute in ihrer eigenen Umgebung (zu Hause, im Kindergarten, in der Schule, im Büro) an die Neue Rohkost heranzuführen, etwas bei ihnen in Gang zu setzen.

Dabei kommt mir natürlich zugute, dass ich mich selbst viele Jahre naturköstlich (seit ca. 1994) und seit 2009 bewusst verstärkt rohköstlich ernähre. Ich bin authentisch und habe viele eigene Erfahrungen. Ich lebe Rohkost.

Wofür steht „Neue Rohkost“ – ist das ein Eigenname?

Ich nutze „Neue Rohkost“ als Begriff, um nicht immer nur Gourmet-Rohkost zu sagen oder zu schreiben und um von einfachem Möhren- und Salatgeknabber zu unterscheiden. Das Neue ist, dass vielmehr mit den Zutaten experimentiert wird, neue Verarbeitungsmethoden genutzt werden und der Stellenwert dieser Rohköstlichkeiten den der üblichen Rohkost-Beilagen weit übersteigt. Bei mit gibt es Kuchen, Pizza, Bro(h)t, Konfekt, Getränke aber auch Salate und vieles mehr.

Hast Du Vorbilder oder denkst Du Dir die Rezepte selbst aus?

Mein liebstes Vorbild ist die Natur. Ich gucke oft, was passt zu dieser oder jener Frucht, was wächst vielleicht in unmittelbarer Nähe, was sieht farblich gut aus oder was passt von den Nährstoffkombinationen her zusammen.

Natürlich kenne ich auch einiges an Basisrezepten, z.B. aus Workshops mit Melanie Maria Holzheimer von „aphrohdisia“ und aus der Zusammenarbeit mit Boris Lauser von „b.alive“. Es gibt viele interessante Rezept-Bücher und auch im Internet findet sich eine Menge an Rohkost-Rezepten. Sehr gern stelle ich selbst etwas Neues zusammen. Ich improvisiere auch gern. Im „Sonnenhaus“, Rohkost-Pension in Obernwohlde bei Lübeck, habe ich dazu prima Gelegenheit. Ich schaue vormittags in die Vorratskammer und kann spontan entscheiden, was es denn wohl heute zum Mittag gibt. Dort bin ich 2-3 Mal im Jahr als Küchenchefin zu Gast und kann sehr flexibel agieren. Eine wunderbare Erfahrung.

Welche Angebote macht das RohKostWerk und wer nimmt sie an?

Das Angebot fasse ich mit den Begriffen Coaching, Workshops und Catering zusammen. Das Coaching umfasst die persönliche Begleitung, wenn sich Leute dazu entschieden haben, die Neue Rohkost kennenzulernen und auszuprobieren. Ich gebe Hilfestellung z.B. bei der Auswahl der Produkte und Zutaten, bei den Zubereitungen, bei Unverträglichkeiten usw. In den Workshops lernen mehrere Interessierte zusammen den Umgang mit der Neuen Rohkost. Es kann auch selbst Hand angelegt werden. Hier können auch sehr gut bereits vorhandene Erfahrungen ausgetauscht werden. Das Catering umfasst die Lieferung von Speisen und Getränken z.B. für private Feierlichkeiten, für die Pausenverpflegung auf Seminaren, als Frühstückspaket ins Büro, als Lunch oder Dinner in der Firma oder zu Hause.

Erstaunlicherweise nehmen viele Bekannte & Freunde diese Angebote an. Sie haben erfahren, was ich so mache und wie ich mich ernähre und sind neugierig geworden. Sie wollen mehr wissen und natürlich auch ausprobieren. Manche wollten schon seit einiger Zeit etwas an ihrer Ernährung ändern, wussten aber nicht so recht, wie und was. Sie haben sich dann sehr über diesen „Anstoß“ gefreut. Und bis jetzt waren auch alle ganz begeistert.

Es gibt auch Interessierte, die über die Website www.rohkostwerk.de auf den Service aufmerksam geworden sind. Es sind auf jeden Fall Menschen, die sich für ihre Gesundung bzw. Gesunderhaltung einsetzen.

Manche suchen auch nach einem außergewöhnlichen Gaumenkitzel oder möchten einfach mal etwas Neues ausprobieren, weil sie darüber gelesen oder gehört haben.

Der überwiegende Teil sind Frauen.

Was war für Dich bei der Gründung am schwierigsten?

Der Behörden- und Ämterkram, die Akquise und die Selbstvermarktung. Manchmal habe ich mir auch eine Geschäftspartnerschaft gewünscht, um sich über die Entwicklung und anstehende Entscheidungen auszutauschen. Ich hatte natürlich Coaches und Freunde/Bekannte, aber diese waren bzw. sind keine ständige, allumfassende Begleitung.

Worauf bist Du besonders stolz?

Dass es bis jetzt immer allen ganz toll geschmeckt hat.

Was ist Dein nächstes großes Ziel?

Ich suche neue Kooperationen im Gastronomie-Bereich sowie die Zusammenarbeit mit Behörden, Institutionen, Organisationen und Unternehmen.

– Welchen Tipp würdest Du anderen Gründern mit auf den Weg geben?

Gut überlegen, warum man was machen will und ehrlich hinterfragen, ob das die Welt wirklich braucht. Den Businessplan nicht als starres Gerüst sehen, sondern flexibel auf die Entwicklungen reagieren. Verbündete finden.


Kostenloses eBook: LieblingsgründerIn 2013
Download (PDF, ca. 1,2MB)

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Autor: Nadja Bungard

Ich mache meine Kunden sichtbar - in der Öffentlichkeit, in den Medien, in Social-Media-Kanälen. Als PR-Beraterin helfe ich Gründern und Unternehmern, sich im Markt klar aufzustellen, dabei strategisch vorzugehen und die richtigen Themen zu setzen. 2011 erschien mein "Praxisleitfaden für zeitgemäße Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" im DIHK Verlag.

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