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Förderprogramme für Gründer in Brandenburg

Förderung im Land Brandenburg

Die Bundesländer Berlin und Brandenburg sind geographisch eng miteinander verflochten. Während der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (bpw) ebenso wie die Gründer-Messe deGUT regionen-übergreifend stattfinden, unterscheiden sich jedoch beide Bundesländer in ihren Förderinstrumenten für Unternehmensgründer. Deshalb möchten wir hier einige Programme aus Brandenburg herausgreifen und kurz vorstellen. Eine Übersicht vermittelt die Webseite Gründungsnetz Brandenburg.

Vor der Gründung

Regionale Lotsendienste

In den einzelnen Regionen Brandenburgs gibt es Lotsendienste, die Gründungswillige begleiten. Für die kostenfreie Beratung können sich Arbeitslose, als arbeitslos Gemeldete sowie geringfügig Beschäftigte bewerben. Nach einem Erstgespräch entscheidet der Lotsendienst, ob die Bewerber an einem mehrtägigen Assessment-Center teilnehmen können, um das Gründungsvorhaben zu entwickeln. Die Teilnehmer werden dann bis zur Gründung ihres Unternehmens von erfahrenden Beratern begleitet. Eine Liste der regionalen Lotsendienste gibt es hier als PDF.

Aufbauförderung

Die Aufbauförderung ist ein Zuschuss für Unternehmensgründer, die noch bis zum 31. März 2015 läuft. Die Anträge sollten müssen allerdings schon bis zum 31.03. 2014 so schnell wie möglich eingereicht werden, damit die Förderung noch in Anspruch genommen werden kann denn die Förderung läuft nur bis der Topf leer ist und bei späterer Antragstellung wird die Förderung nur anteilig bis zum Ende des Förderzeitraums bewilligt. Die Antragstellung erfolgt online auf der Webseite der LASA Brandenburg.

Mit dem Programm werden Gründer im 1. Jahr nach der Unternehmensgründung gefördert. Sie erhalten monatlich 725 Euro für die soziale Absicherung und den Lebensunterhalt. Investitionen für das Unternehmen dürfen davon nicht finanziert werden. Gefördert werden Gründer mit Hauptwohnsitz in Brandenburg, die das Unternehmen auch dort gegründet haben. Die Gründung darf bei Antragstellung nicht mehr als 1 Monat zurückliegen und sie müssen eine regionale Gründungsberatung über den Lotsendienst bzw. die IHK oder Handwerkskammer nachweislich durchlaufen haben. Antragsteller dürfen zuvor weder den Gründungszuschuss noch Leistungen nach dem SGB II erhalten haben. Hier gibt es ein PDF zu den FAQs.

IbM – Innovationen brauchen Mut

Das Programm „IbM – Innovationen brauchen Mut“ fördert Unternehmensgründer, die mit neuen Ideen in einer Branche starten wollen. Sie werden dann gefördert, wenn sich ihr Vorhaben von dem bisher Marktüblichen unterscheidet. Das kann heißen, die Gründer:

  • haben ein neues Produkt entwickelt oder wollen neue Verfahren einsetzen,
  • wollen neue Märkte oder Teilmärkte erschließen,
  • planen, neue Marketinginstrumente für vorhandene Produkte und Verfahren oder
  • ihr Vorhaben leitet einen Beitrag dazu, dass vorhandene Kapazitäten im Land genutzt werden.

Das Programm fördert in der Phase vor der Unternehmensgründung individuelle Beratung durch Branchenkenner, um die Idee zu einer erfolgreichen Gründung zu bringen. Ansprechpartner sind das Projektmanagement des IBF Instituts (Institut für Berufsforschung und Unternehmensplanung Medien e.V.) und der ZAB (ZukunftsAgentur Brandenburg ) in ihrer jeweiligen Branchenzuständigkeit. Sie identifizieren in einem kostenlosen Pre-Coaching die Themen für die Beratung und erstellen individuelle Pläne für das Coaching. Die Förderung in den Regionen fällt unterschiedlich aus:

Im Südwesten Brandenburgs werden regulär Beratung und Coaching von 7 Tagwerken mit 800,00 Euro netto pro Tagwerk gefördert.
Im Nordosten Brandenburgs werden regulär Beratung und Coaching von 9,5 Tagwerken mit 800,00 Euro netto pro Tagwerk gefördert.

Das Programm „IbM“ übernimmt die Kosten bis einschließlich des 4. Tagwerkes zu 100 Prozent, ab dem 5. Tagwerk zu 75 Prozent. Gründer zahlen ab dem 5. Tag Beratung einen Eigenanteil von Netto 200,00 Euro pro Tagwerk. 

Ansprechpartner für technologische Vorhaben ist die (ZAB) und für kreativwirtschaftliche Vorhaben das IBF-Institut. Das Projektmanagement aus beiden Instituten unterstützt die Gründer dabei, den passenden Berater aus dem Berater-Pool des IbM-Programms auszuwählen. Die Beratung wird durch Supervisoren begleitet und nach Abschluss ausgewertet. Weitere Informationen und Unterlagen zu dem Förderprogramm gibt es hier.

Gründungsphase und Unternehmensaufbau

Gründercoaching Deutschland (GCD) der KfW

Das Programm „Gründercoaching Deutschland“ der KfW findet zu gleichen Förderbedingungen wie in Berlin statt, nur dass die Beratung nicht nur mit 50 % sondern mit 75 % gefördert wird. Mit dem Programm wird die Beratung von Gründern bis zum 5. Jahr nach der Gründung und bis zu einer Fördersumme von 6000 Euro unterstützt. Die Beratung kann die Prüfung und Verbesserung des Businessplanes umfassen, die Unterstützung bei Marktanalysen und Vertriebskonzepten sowie wertvolles Feedback für das Geschäftsmodell durch einen firmenunabhängigen Experten geben. Ausgeschlossen von der Beratung sind Rechts-, Versicherungs- und Steuerfragen. Weitere Hinweise zu den Förderbedingungen gibt es hier.

Antragstellung

Beratungssuchende Unternehmen suchen sich im Beraterpool, für den auch die startbox-Unternehmensberatung gelistet ist, einen Berater ihrer Wahl aus. Idealerweise nehmen sie zu diesem zuerst Kontakt auf. Die Erstgespräche sind in der Regel kostenlos. Entscheidet sich das Unternehmen für die Beratung, stellt es den Antrag auf Förderung online unter Angabe des gewünschten Beraters und der Höhe der Fördersumme. Der Antrag wird dann ausgedruckt und bei dem zuständigen Regionalpartner, meistens die IHK oder Handwerkskammer, eingereicht. Die Bewilligung kann recht kurzfristig innerhalb weniger Tage erfolgen. Dann schließen das Unternehmen und der Berater einen Vertrag und legen die Themen für die Beratung fest. Das Coaching muss innerhalb von 12 Monaten abgeschlossen sein. Dann schreibt der Berater einen Abschlussbericht und beantragt die Abrechnung der Beratung bei der KfW.

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Autor: Nadja Bungard

Ich mache meine Kunden sichtbar - in der Öffentlichkeit, in den Medien, in Social-Media-Kanälen. Als PR-Beraterin helfe ich Gründern und Unternehmern, sich im Markt klar aufzustellen, dabei strategisch vorzugehen und die richtigen Themen zu setzen. 2011 erschien mein "Praxisleitfaden für zeitgemäße Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" im DIHK Verlag.

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