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Gründerstory: FOKUS Sprachen & Seminare Berlin

PeggyLindner_Foto-ArneFleischmann

Peggy Lindner von FOKUS Sprachen & Seminare Berlin ist Übersetzerin und bietet Sprachdienstleistungen an.
 
Ihre spannende Gründerstory mit vielen Netzwerkstipps lest Ihr hier:

Wie bist Du auf die Idee gekommen, FOKUS Sprachen & Seminare zu gründen?

Sprachen und Kommunikation waren schon immer mein Thema, ich war auf einem sprachlichen Gymnasium, habe Diplom-Übersetzen für Englisch und Russisch studiert und seit Studienabschluss vor 14 Jahren im Projektmanagement und der Kundenbetreuung bei verschiedenen Sprachdienstleistern gearbeitet. Es war schon immer mein Plan, dies irgendwann selbständig zu tun.

Wie bist Du auf den Namen gekommen?

Da FOKUS Sprachen & Seminare ein Franchisesystem ist, war der Name schon da. Ich kann mich gut damit identifizieren, weil es klar sagt, was für uns im Mittelpunkt steht – Sprachen und Seminare.

Was war der entscheidende Moment, an dem Du gesagt hast: Jetzt gründe ich?

Im Frühsommer 2015 verlor ich unerwartet meinen Job als Operations Manager in einem Startup – mein persönliches Waterloo, ich fühlte mich unfair behandelt und ins Abseits gestellt. Gleichzeitig war das der Weckruf – nie mehr für andere den „Hintern aufreißen“, sondern nur noch für mich selbst. Zum Januar 2016 habe ich FOKUS Sprachen & Seminare in Berlin gegründet.

Welche Herausforderungen musstest Du meistern, um zu gründen?

Ich musste aus dem bis dato schlimmsten Tief in meinem Leben herauskommen, um mit voller Kraft in die Selbständigkeit zu starten.
 
Außerdem habe ich zusätzliches Kapital benötigt, um die Franchiseeinstiegsgebühr und die Startzeit zu finanzieren. Ich habe mit Gründungszuschuss und KfW-Startkredit gegründet und meine gesamten Ersparnisse investiert.
 
Businessplan, Bankengespräche, Bürosuche – da war ich froh, dass der geschäftliche Rahmen durch das Franchiseunternehmen vorgegeben war. Und darüber, dass ich kompetente Gründerberater an meiner Seite hatte, Stefan Catholy und Sven Skoruppa von SSK Gründerconsulting.

Welche Schwächen musstest und musst Du überwinden?

Allein zu arbeiten fiel mir schwerer als erwartet. Ich habe zuvor immer mit Kollegen gearbeitet, als Führungskraft war ich als gutes Vorbild immer vorn dran. Aus dem gemeinsamen Erreichen von Erfolgen habe ich meine Motivation gezogen.
 
Diese Teamarbeit fehlte mir, da das Franchiseunternehmen dies nicht wie erhofft ersetzen konnte. Daher arbeite ich stark daran zu wachsen, um künftig wieder ein Team um mich herum zu haben.

Wer hat Dich unterstützt und was hat Dich motiviert?

Familie und Freunde waren und sind immer für mich da. Der starke Wille etwas Eigenes zu schaffen und in meinem Fachgebiet mit meiner Erfahrung ein funktionierendes Geschäft aufzubauen, treiben mich an.

Hat Dich etwas behindert oder blockiert?

Die ersten Monate waren hart, es lief nicht so rosig wie im Businessplan erhofft. Dennoch dranzubleiben und nicht aufzugeben, forderte viel Optimismus und Stärke.

Was war die größte Schwierigkeit?

Wie schon oben beschrieben, war es das Durchhalten im ersten Jahr, vor allem das stetige Dranbleiben an der Kaltakquise trotz Rückschlägen und die Eigenmotivation als Einzelkämpferin.

Wie hast Du die gemeistert?

Der Glaube an mich selbst und die Überzeugung, mit dem Schritt in die Selbständigkeit das Richtige getan zu haben, haben mir über Zweifel und Ängste hinweggeholfen. Aber auch der Austausch mit anderen Selbständigen und Unternehmern in Netzwerken und Verbänden haben mich bestärkt und vorangebracht.

Was hat sich dann geändert und entscheidend verbessert?

Ich habe gemerkt, dass viele Gründer die gleichen Sorgen umtreiben und ich nicht allein bin. Durch den Austausch im VGSD (Verein der Gründer und Selbstständigen Deutschland e.V.) und bei vielen Netzwerktreffen wie Unternehmerinnen-Frühstücke von Gabbey & Co. oder W.I.N. Women in Network konnte ich von den Erfahrungen anderer profitieren:

  • Welche Wege zur Kundenakquise funktionieren,
  • welche Zielgruppe will ich eigentlich erreichen,
  • wie positioniere ich mich dafür am besten,
  • welche Netzwerktreffen sind erfolgversprechend, usw..

Inzwischen weiß ich, was für mich am besten funktioniert: Für mich ist es das aktive Engagement in Unternehmergruppen, speziell im BNI, im Friedrichshain-Kreuzberger Unternehmerverein und im Netzwerk Großbeerenstraße e.V..
 
Logo FOKUS Sprachen & Seminare
 
Auch Aufgaben auszulagern und an Experten abzugeben, musste ich lernen, vor allem vor dem Hintergrund der finanziell beschränkten Mittel.
 
Ich habe mich schwergetan, Themen wie Telefonkaltakquise oder Social Media zu delegieren, weil ich zum einen dachte, ich müsste alles selbst machen und zum anderen das Geld festhalten wollte.
 
Inzwischen habe ich zuverlässige Partner für diese Aufgaben gefunden und auch eine Aushilfe für das operative Tagesgeschäft, was mir mehr Zeit für die wichtigen unternehmerischen Aufgaben lässt.

Was war Dein bisher wichtigster Erfolg?

Jedes Mal, wenn unsere Sprachtrainings unsere Kunden voranbringen oder unsere Übersetzungen zu mehr Sichtbarkeit der Firmen beitragen oder unsere interkulturellen Seminare die Zusammenarbeit in internationalen Teams verbessern, ist das ein Erfolg.

Ein besonderer Erfolg war der Gewinn einer namhaften Krankenkasse als Kunde, für deren Mitarbeiter in den deutschlandweiten Servicezentren ich zielgerichtete Englischweiterbildung umsetzen darf, indem wir unsere zielorientierten Präsenzseminare mit Online-Training kombinieren.

Was hast Du daraus für die Zukunft gelernt?

Dieser Großkunde hat sich aus einer scheinbar kleinen Privatkunden-Anfrage entwickelt, der Personalleiter hatte privat einen Einstufungstest über unsere Website gemacht und ich hatte wie üblich schnell nachgehakt – daraus ist dann ein Kunde für die ganze FOKUS-Gruppe geworden. Ich wurde darin bestätigt, dass jede noch so kleine Anfrage wichtig sein kann. Aus kleinen Eicheln werden mächtige Bäume.

Ich liebe, was ich tue und bleibe dran. Mein Engagement für eine bessere internationale Verständigung ist richtig und wichtig.

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Haben Sie Fragen zum Beratungsangebot?

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf: Telefon: 030 / 98 30 51 49 E-Mail: info@startbox-berlin.de

Autor: Nadja Bungard

Ich begleite Unternehmen und Gründer dabei, ihr Business bekannter zu machen. Sie profitieren dabei von meinen Erfahrungen als Journalistin, PR-Beraterin und Online-Marketing-Managerin, also online und offline.

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