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Gründungsberatung 45plus – ein Leitfaden des RKW Kompetenzzentrum

E-Book Seniorpreneure, RKW-Kompetenzzentrum

Der demografische Wandel macht auch vor der Gründerszene nicht halt. Immer mehr Gründer sind zwischen 45 und 64 Jahren alt. Lag dieser Anteil 2006 noch bei einem Viertel der Gesamtgründungen, beträgt er aktuell ein Drittel. Das widerspricht deutlich dem gängigen Bild vom jungen Gründer in unserer Gesellschaft.
Zudem ist die Gründerszene in Deutschland von Solo-Selbständigen zwischen 34 und 54 Jahren geprägt. Ihr Anteil liegt derzeit bei 68 Prozent. Das heißt, unsere Entrepreneure sind nicht selten Seniorpreneure. Der Begriff betont dabei mehr die Erfahrungen des Gründers als das Lebensalter.
Diese Situation stellt besondere Anforderungen an die Gründungsberatung, die in dem Leitfaden des RKW-Kompetenzzentrums, der viele Checklisten und Praxisbeispiele enthält, zusammengefasst sind. Den Leitfaden kann man sich hier herunterladen oder kostenlos in gedruckter Form bestellen.

Konzentration auf Fragen der Finanzierung

Der Leitfaden konzentriert sich zwar auf Fragen der Finanzierung, endet dort aber nicht. Dieser Fokus ist der Tatsache geschuldet, dass ältere Gründer häufiger als jüngere auf externe Finanzierungsquellen wie Bankdarlehen und -kredite zurückgreifen. Das liegt vermutlich daran, dass sie durch ihre Erfahrungen recht genau wissen, worauf sie sich einlassen. Zudem verfügen Sie über mehr Eigenkapital als jüngere. Eine Finanzierung kann durch das höhere Lebensalter problematisch sein, was aber nicht generell der Fall ist. Wir haben in unserem Blog bereits ein Experten-Interview zu dieser Fragestellung veröffentlicht.

Weitere Aspekte für die Beratung

Andere Aspekte für die Beratung von Seniorpreneuren, die beachtet werden wollen und die in dem Leitfaden jeweils näher erläutert werden, sind:

  • Seniorpreneure sind keine ‚digital Natives‘. Sie vertrauen auf ihr regionales und persönliches Umfeld und brauchen eine analoge Ansprache.
  • Für sie ist das persönliche Gespräch wichtig, kein virtuelles. Dabei muss besonders die jeweilige individuelle Situation berücksichtigt werden.
  • Sie brauchen i.d.R. mehr Zeit zum Nachdenken, d.h. die Beratung darf länger dauern.
  • Seniorpreneure brauchen mehr Vorbilder, damit sie sich trauen zu gründen. Mit ein paar Beispielen können wir in unserem E-Book „Besser spät als nie“ aufwarten.
  • Da in unserer Gesellschaft das Bild vom jungen Gründer vorherrscht, scheuen sich Ältere oft, Beratung in Anspruch nehmen.
  • Wenn sie sich beraten lassen, dann lieber von Gleichaltrigen (Peers). Auch brauchen sie Berater, bei denen ihr Anliegen im Mittelpunkt steht. Das ist besonders wichtig, weil sich die Motive für die Gründung bei den Älteren deutlich von denen der Jüngeren unterscheiden. Starten viele Junge mit Blick auf mehr Gewinn ein Business, tun es die Älteren eher aus sozialen und ökologischen Gründen sowie mit dem Wunsch nach einer sinnvollen Beschäftigung. Manchmal sind deshalb ehrenamtliche Senioren-Beratungstellen wie althilftjung.de oder die Wirtschaftspaten ein guter Einstieg.
  • Der Anteil der Frauen unter den Gründern liegt inzwischen bei 43 Prozent. Deshalb sollte eine Beratung genderspezifisch sein. Das wirkt sich nicht nur auf die Sprache aus, sondern auch das Format der Beratung, da Frauen häufig anders, also kleiner und in spezifischen Branchen gründen.
  • Ein wichtiger Pluspunkt für Seniorpreneure ist ihre umfangreiche berufliche Erfahrung, die sie mitbringen.
  • Laut Leitfaden scheuen sich ältere Gründer vor professioneller Öffentlichkeitsarbeit und haben Defizite im Bereich Social Media.
     
     
    Ich denke, da kann ihnen geholfen werden:-).
    Melden Sie sich gern mit Ihrem Anliegen oder besuchen Sie einfach kostenfrei die medien-sprechstunde.

 
 

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Autor: Nadja Bungard

Ich mache meine Kunden sichtbar - in der Öffentlichkeit, in den Medien, in Social-Media-Kanälen. Als PR-Beraterin helfe ich Gründern und Unternehmern, sich im Markt klar aufzustellen, dabei strategisch vorzugehen und die richtigen Themen zu setzen. 2011 erschien mein "Praxisleitfaden für zeitgemäße Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" im DIHK Verlag.

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