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Die startbox Lieblingsgründer: März 2013

Nico Kanitz

Unsere aktuellen Lieblingsgründer sind Nicolas Graf von Kanitz und Stephan Eyl mit ihrem Projekt Fanpage Karma. Fanpage Karma untersucht die Wirkung von Fanpages bei Facebook. Denn immer mehr Unternehmen erstellen so eine Seite und merken sehr schnell, dass die Anzahl der Fans kein entscheidendes Kriterium für eine erfolgreiche Fanpage ist. Wie Fanpage Karma entstand und was es kann, erfahren Sie im Interview mit den beiden Gründern.

Lieber Nico, lieber Stephan, seit wann arbeitet Ihr an Fanpage Karma und wie seid Ihr darauf gekommen, es zu entwickeln?

Die Idee zu Fanpage Karma entstand vor ungefähr einem Jahr. Wir haben uns während der Entwicklung einer Facebook App gefragt, wie sehr man mit einer solchen App das Engagement von Facebook Fans steigern kann und wie man dieses Engagement überhaupt messen könnte. Für die Fragestellung, wie man die Begeisterung der Fans messen kann, haben wir keine zufriedenstellende Lösung gefunden und deshalb den ersten Prototypen von Fanpage Karma entwickelt. Aus dem Prototypen wurde schnell eine eigene Webseite, über die jeder Nutzer einfache Analysen von beliebigen Facebook Fanpages erhalten konnte. Dabei haben uns vor allem unsere Nutzer unglaublich stark geholfen, denn wir haben sehr viel Feedback eingeholt und dieses wieder in Fanpage Karma einfließen lassen.

Was kann Fanpage Karma, was das Facebook Analysetool nicht kann?

Wir wollen mit Fanpage Karma den Fanpage Betreibern helfen, das Engagement ihrer Fans zu steigern und die Interaktion mit ihnen zu erhöhen. Dazu kann man bei uns im Gegensatz zu den Facebook Insights jede beliebige Fanpage analysieren, also die eigene und auch die der Wettbewerber. Dabei kann man zum Beispiel herausfinden,

  • an welchen Tagen und zu welchen Uhrzeiten die meisten Reaktionen erzielt werden,
  • wer die aktivsten Fans sind (Multiplikatoren),
  • welches die erfolgreichsten und schwächsten Post der letzten Zeit waren etc.
  • Außerdem kann man sich eigene Listen an Fanpages zusammenstellen, die man untereinander vergleichen möchte. Mit Hilfe dieser Listen kann auf einen Blick wichtige Kennzahlen miteinander vergleichen und auch direkt als Excel-Report herunterladen.

    Das ist ja nicht Euer erstes Unternehmensprojekt. Wann habt Ihr Euch entschieden, Unternehmer zu sein und warum? Was reizt Euch daran?

    Wir haben unser Unternehmen tasqade GmbH vor dreieinhalb Jahren hier in Berlin gegründet und hatten damals wie heute den Drang, mit einfachen und schönen Webtools das Leben der Leute zu vereinfachen – sowohl in der Arbeitswelt als auch im Privaten. Der Reiz der Selbstständigkeit liegt ganz klar in der Möglichkeit, die eignen kreativen Ideen auszuprobieren und umzusetzen. Tolles Feedback von unseren Kunden ist dann die schönste Belohnung für die eigenen Anstrengungen.

    Was war die größte Herausforderung bei Fanpage Karma, auch im Vergleich zu den anderen Projekten?

    Erstaunlicherweise hatten wir mit Fanpage Karma kaum große Herausforderungen. Das mag aber vor allem an den Erfahrungen der letzten drei Jahre gelegen haben, in denen wir gewisse Höhen und Tiefen als Unternehmer erlebt haben.

    Was hat sich bei Fanpage Karma anders entwickelt, als Ihr Euch das vorgestellt habt?

    Das Feedback der Nutzer war überwältigend positiv und wir haben schon im zweiten Monat Umsätze gemacht. Das war auf jeden Fall schneller als gedacht 🙂

    Was war bei Fanpage Karma bisher Euer größter Erfolg? Was wollt Ihr noch erreichen?

    Wir sind stolz darauf, dass wir vom selbstständigen Social Media Berater bis zum Dax-Konzern eine große Bandbreite an Kunden haben und das mittlerweile weltweit in über 12 Ländern. Unser Team wird dieses Jahr weiter wachsen und wir wollen weitere Sprachen neben Deutsch und Englisch einführen. Die Internationalisierung wird für dieses Jahr ein großes Thema bei uns sein.

    Welchen Tipp möchtet Ihr Existenzgründern mit auf den Weg geben?

    Wir können nur empfehlen, die eigene Idee nicht zu lange geheim zu halten, aus Angst jemand könnte sie kopieren. Das kritische Feedback kann entscheidend bei der Gestaltung des eigenen Businessmodells helfen. Und ganz früh auf potentielle Kunden zugehen und Interesse wecken hilft mehr als jede theoretische Marktstudie. Außerdem ist das Feedback von Kunden ehrlicher und hilfreicher als das von Freunden und Familie. Später heißt es dann nicht zu früh aufzugeben und gleichzeitig flexibel zu bleiben bei der Anpassung des Businessplans.


    Kostenloses eBook: LieblingsgründerIn 2013
    Download (PDF, ca. 1,2MB)

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Autor: Nadja Bungard

Ich mache meine Kunden sichtbar - in der Öffentlichkeit, in den Medien, in Social-Media-Kanälen. Als PR-Beraterin helfe ich Gründern und Unternehmern, sich im Markt klar aufzustellen, dabei strategisch vorzugehen und die richtigen Themen zu setzen. 2011 erschien mein "Praxisleitfaden für zeitgemäße Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" im DIHK Verlag.

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