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niesolo.de – das neue Unternehmerinnen-Netzwerk für Mütter

Die Gründerinnen von niesolo.de

Nie solo – der Name ist Programm. Da sind sich Sonja Heitling, Silke Ababneh und Lina Lahiri, die drei Gründerinnen von niesolo.de, einig. Denn als Mutter ist man in den ersten drei Jahren nach der Geburt eines Kindes oft ganz schön abgeschnitten von allem. Das wissen sie aus eigener Erfahrung. Bei Gesprächen auf Spielplätzen findet man zwar Gleichgesinnte und mit etwas Glück ergibt sich sogar ein neues Projekt wie bei den drei Gründerinnen. Mit niesolo.de wollen sie nun Müttern und auch Vätern eine Plattform bieten, um diesem Glück ordentlich auf die Sprünge zu helfen. Update 2019: Das Projekt gibt es so nicht mehr. Lesen Sie trotzdem die Gründerstory:

niesolo.de als Abkürzung

„Wir starten mit einem Online-Magazin mit Porträts von Müttern. Das funktioniert ähnlich wie bei einer Dating-Plattform. Die Porträts sollen persönlich und nicht so formell sein. So ist es leichter festzustellen, ob die Chemie stimmen könnte. Damit geht niesolo.de über die Spielplatzgespräche hinaus und ist zielgerichteter“, skizziert Sonja Heitling die Idee und Silke Ababneh ergänzt: „Das ist die Abkürzung, wenn man auf dem Spielplatz oder bei Netzwerktreffen niemanden findet.“

Gibt es nicht schon genug Business-Netzwerke, z.B. XING?

„Schon, aber uns hat da immer etwas gefehlt. Die Profile sind wenig persönlich und uns fehlt das Konkrete. Wir wollen nicht nur netzwerken, sondern uns treffen, um etwas gemeinsam zu machen. Auf XING fühlen sich Mütter oft gehandikapt, weil sie zeitlich nicht voll einsatzfähig sind. Es ist schwer, dort Gleichgesinnte zu finden, nämlich Projektpartner, die Verständnis für die Situation von Eltern mit kleinen Kindern haben. “, erläutert Sonja Heitling ihre Erfahrung.

Mütter sind durch das Netz präsent

Es könnte sein, dass die Gründerinnen damit voll ins Schwarze treffen. Viele Mütter surfen beim Stillen begeistert im Netz und sind gut informiert. Sie haben zwar keine Zeit, um auf Netzwerktreffen zu gehen, weil sie sich um die Kleinen kümmern müssen. Doch mit Hilfe des Internets nehmen sie am öffentlichen Leben regen Anteil. Bestes Beispiel dafür sind die Mütter Blogs bei Brigitte Mom. Oder neue Jobbörsen für Mütter wie jobsfürmama oder die mompreneurs.

Väter sind willkommen

Mit niesolo.de möchten die Gründerinnen diesen Trend unterstützen und Müttern eine Plattform geben, um sich sehr zielgerichtet Projektpartner zu suchen. „Väter in Elternzeit sind natürlich auch willkommen. Es geht uns um die Situation, nicht um das Geschlecht. Leider ist ihr Anteil noch verschwindend gering. Das ist nicht unbedingt die Schuld der Väter, sondern liegt oft in der Unternehmenskultur begründet.“, bedauert Silke Ababneh die Situation.

Bei niesolo.de können Eltern für drei Bereiche Partner finden:

  • für freiberufliche Projekte,
  • für projektbezogene Zusammenarbeit und
  • für Neugründungen.

Das ist es, was Mütter brauchen

  • Projektpartner, um in der Elternzeit Aufgaben zu teilen und keine Kunden zu verlieren.
  • projektbezogene Arbeit, um im Job zu bleiben.
  • Unterstützung und Partner beim Einstieg in die Selbständigkeit, um neben der Elternzeit etwas aufzubauen und in Zukunft Familie und Beruf besser in Einklang bringen zu können.

Mütter wollen teilhaben, auch beruflich

Immerhin hat es niesolo.de beim Businessplan Wettbewerb der Region Berlin-Brandenburg in der 2. Prämierungsrunde bis zu den Finalisten geschafft. Die Jury hat das Projekt ausdrücklich gewürdigt. Das ist auch kein Wunder. Denn in Anbetracht des viel beklagten Fachkräftemangels wäre es nicht nachvollziehbar, wenn das Potential motivierter und qualifizierter Mütter ungenutzt bliebe. Die Bundesregierung schätzt das offensichtlich anders ein. Das umstrittene Betreuungsgeld, auch Herdprämie genannt, ist ein beredtes Beispiel dafür. Vielleicht ist es auch ein Missverständnis. Denn Mütter wollen am liebsten alles von zu Hause erledigen, weil sie wegen der Kinderbetreuung wenig Zeit haben. Das heißt aber nicht, dass sie nichts Berufsbezogenes tun wollen.

Partner auf Augenhöhe finden

Einige Mütter sind mit Profilen bereits online. In Zukunft wird es die Profile in einer geschlossenen Community, ähnlich wie bei XING, geben. „Nur persönlicher!“, ergänzt Sonja Heitling. „Es geht nicht um den schönen Schein, sondern darum, Partner auf Augenhöhe als Geschäftspartner zu vermitteln.“

Weitere Ideen sind Veranstaltungen wie:

  • Gruppenbing als ergebnisorientiertes Treffen anzubieten, das das Netzwerken produktiv macht, sowie
  • Coffices (Coffee & Office) zu organisieren, also kostenlose Treffen mit Geschäftspartner und Kind an einem öffentlichen Ort.
  • Ein weiterer Service könnte die Beratung für Existenzgründerinnen sein.

Unterstützung erwünscht

„Das Projekt ist noch offen. Wir reagieren auf das, was passiert.“ Sonja Heitling und Silke Ababneh sehen hier großes Potential. „Wir haben festgestellt, dass Mütter gern über ihre Situation reden.“ Einen positiven Effekt haben sie für sich bereits geschaffen: die Kinder der einen Geschäftspartnerin lassen sich gern von der anderen betreuen. „Das ist sehr entspannend, die Kinder gut betreut zu wissen und einige Stunden am Stück Zeit zu haben, um etwas zu erledigen. Und wenn es dann noch das eigene Projekt ist – um so besser!“ freut sich Sonja Heitling.


Haben Sie Fragen zum Beratungsangebot?

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf: Telefon: 030 / 98 30 51 49 E-Mail: info@startbox-berlin.de

Autor: Nadja Bungard

Ich begleite Unternehmen und Gründer dabei, ihr Business bekannter zu machen. Sie profitieren dabei von meinen Erfahrungen als Journalistin, PR-Beraterin und Online-Marketing-Managerin, also online und offline.

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