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Soziale Absicherung – Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung für Existenzgründer

Nachdem es in unserem letzten Beitrag um die richtige Krankenversicherung für Existenzgründer ging, haben wir nun unser Gespräch mit Versicherungsexpertin Natalie Avi-Tal von LuxburgPlus zu weiteren Fragen der sozialen Absicherung in der Selbständigkeit fortgesetzt.

Auf dem Weg in die Selbständigkeit lernen die meisten das deutsche Sozialsystem erst richtig kennen. Existenzgründer, die zuvor angestellt waren, finden es oft schwer, sich einen Überblick zu verschaffen. Bisher kümmerte sich der Arbeitgeber um die Kranken-, Pflege-, Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung. Das Gehalt floss, bereinigt um alle Sozialabgaben, als Nettobetrag auf’s Konto.

Mit der Existenzgründung ist der Unternehmer plötzlich selbst für diese fünf Bereiche zuständig.

Wie bei der Krankenversicherung gibt es auch bei den weiteren Formen der sozialen Absicherung keinen allgemein gültigen Weg, da die Entscheidung immer vom Einzelfall abhängt.

Wo fange ich am besten an?

Oberste Priorität haben die Kranken- und Pflegeversicherung, da beim Wechsel des Status nur 3 Monate (§ 9 SGB V) Zeit ist, sich für eine Versicherung zu entscheiden. Das hatten wir in unserem Blogbeitrag zur Krankenversicherung beschrieben. Hier stellt sich eine weitere Frage:

Was passiert, wenn ich einmal länger wegen Krankheit nicht arbeiten kann?

Das Thema Verdienstausfall muss also bedacht und am besten abgesichert werden: erst kurzfristig durch ein Krankentagegeld, dann mittel- bis langfristig durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung.

Doch auch die anderen Bereiche wie Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung sollten bedacht und vor allem nicht unterschätzt werden.

In manchen Berufen ist man trotz Selbstständigkeit beispielsweise weiter

  • Pflichtmitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung. In Einzelfällen kann es sinnvoll sein, freiwillig weiter in die gesetzliche Rentenversicherung mit einem Mindestsatz einzuzahlen, um zum Beispiel die benötigte Anwartschaftszeiten „voll zu machen“.
  • Die gesetzliche Unfallversicherung hingegen versichert keine Selbstständigen, wenn Sie keine Arbeitnehmer beschäftigen. Hier muss also bedacht werden, dass dieser bisherige Schutz bei Unfällen während der Arbeitszeit und auf dem Hin- und Rückweg entfällt. Es könnte also ratsam sein, dieses Risiko durch eine private Unfallversicherung abzudecken.
  • Die gesetzliche Arbeitslosenversicherung bietet beispielsweise Existenzgründern an, sich in der Startphase, also in dem Jahr, in dem die selbständige Tätigkeit aufgenommen wurde sowie das darauf folgende, für monatlich 40,43 € (West) und 34,13 € (Ost) freiwillig weiter zu versichern. So bleibt der Anspruch auf Arbeitslosengeld im Falle des Scheitern der Selbstständigkeit bestehen.

Eine erste Orientierung bietet die Internetseite „Existenzgründungsportal“ des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie “. Hilfe für Existenzgründer in Fragen der Sozialversicherung gibt es bei unabhängigen Versicherungsmaklern wie Luxburg+, First Finance oder Dorband Finanz.

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Autor: Nadja Bungard

Ich mache meine Kunden sichtbar - in der Öffentlichkeit, in den Medien, in Social-Media-Kanälen. Als PR-Beraterin helfe ich Gründern und Unternehmern, sich im Markt klar aufzustellen, dabei strategisch vorzugehen und die richtigen Themen zu setzen. 2011 erschien mein "Praxisleitfaden für zeitgemäße Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" im DIHK Verlag.

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