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Tipps zum Vermögensaufbau für Existenzgründer

Holger Grethe

Ich habe Holger Grethe über Twitter gefunden und bin dann auf seinem Blog „Zendepot“ gelandet. Hier wirkt alles so schön ruhig und klar. Das Thema Geld wird unaufgeregt und verständlich behandelt. Dabei arbeitet Holger Grethe als Honorararzt. Mit seiner Selbständigkeit und aus Interesse für das Thema Börse hat er sich intensiv mit Finanzthemen auseinander gesetzt. Sein Ziel ist es, die graue Finanzwelt zu erhellen, Finanzen nicht mechanisch sondern auf einer menschlichen Ebene zu erklären, um letztlich Wissenslücken bei seinen Lesern zu schließen. Grund genug für die startbox Unternehmensberatung einmal nachzufragen, was Holger Grethe Existenzgründern empfiehlt.

Lieber Holger Grethe, viele Existenzgründer haben gerade in der ersten Zeit nach der Gründung so viele Dinge zu regeln, da kann doch das Thema Vermögensaufbau noch ein bißchen warten, oder ?

Jein. In erster Linie ist es natürlich wichtig, die neu gegründete Unternehmung in Schwung zu bringen und zu halten. Einnahmen müssen generiert und Ausgaben kontrolliert werden. Nur dann bleibt logischerweise überhaupt etwas für den Vermögensaufbau übrig.

Es ist in jedem Fall sinnvoll, die privaten von den geschäftlichen Finanzen sauber zu trennen. Am Besten durch unterschiedliche Konten.

Im nächsten Schritt sollte ein finanzieller „Notfallpuffer“ aufgebaut werden. Dann erst kann man sich Gedanken über die langfristige Vermögensbildung machen.

Zu lange sollte man damit allerdings nicht warten. Denn je später man mit dem Sparen anfängt, umso höher muss die monatliche Sparrate sein, um das benötigte Vermögen noch erreichen zu können.

Lohnt sich denn Vermögensaufbau in Krisenzeiten, wenn das Geld vielleicht bald nichts mehr wert ist?

Niemand weiß, was passieren wird. Eine Eskalation der europäischen Währungskrise ist zwar vorstellbar, aber von uns nicht zu beeinflussen. Was soll man sich also über ungelegte Eier den Kopf zerbrechen?

Ganz sicher ist: wer kein Vermögen bildet, wird sich definitiv mit dem Thema Altersarmut auseinandersetzen müssen. Oder er darf nie aufhören zu arbeiten. Ich weiß nicht, was schlimmer ist.

Im Gegensatz zur Währungskrise kann man hier jedoch aktiv etwas tun, nämlich sparen und anlegen.

Was empfehlen Sie zur Vermögensbildung?

Ich empfehle jedem, sein Geld so gut wie möglich für sich arbeiten zu lassen. Das Ziel sollte sein, nicht nur den Wert des Geldes zu erhalten, also einen Inflationsausgleich zu schaffen, sondern darüber hinaus eine Wertsteigerung zu erzielen.

Das geht im Prinzip nur mit Aktien bzw. Aktienfonds. Leider verbinden die meisten Leute damit vor allem zwei Unannehmlichkeiten: hohes Risiko sowie großer Zeitaufwand.

Beides ist so pauschal nicht richtig. Unter Risiko werden in aller Regel die Kursschwankungen an der Börse verstanden, die langfristig gesehen nahezu bedeutungslos sind. Und der Zeitaufwand ist äußerst gering, wenn man in passiv gemanagte Aktienfonds, sogenannte ETFs (Exchange Traded Funds), investiert.

Investieren ist das Stichwort. Denn was die meisten Menschen mit der Börse assozieren ist Spekulation. Davon sollte man aber lieber die Finger lassen.

Haben Sie einen Geheimtipp?

Das Geheimnis der Vermögensbildung ist, dass es kein Geheimnis gibt. Man darf sich nichts vormachen. Ruhestand ist teuer und der Weg zu einem soliden Vermögen gleicht eher einem Marathon als einem Sprint.

Dementsprechend braucht man Ausdauer, Geduld und gute Nerven. Dies wiederum sind Eigenschaften, die man ja auch als Selbständiger und Unternehmer ganz gut gebrauchen kann.

Insofern hat Geld anlegen auch viel mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun. Ob wir erfolgreich bei der Vermögensbildung sind oder nicht, hängt vor allem damit zusammen, wie wir mit unseren Emotionen umgehen.

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Autor: Nadja Bungard

Ich mache meine Kunden sichtbar - in der Öffentlichkeit, in den Medien, in Social-Media-Kanälen. Als PR-Beraterin helfe ich Gründern und Unternehmern, sich im Markt klar aufzustellen, dabei strategisch vorzugehen und die richtigen Themen zu setzen. 2011 erschien mein "Praxisleitfaden für zeitgemäße Presse- und Öffentlichkeitsarbeit" im DIHK Verlag.

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