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Von der Idee zum Geschäftsmodell: Knick Knacks

(c) Knick Knacks GmbH

Das ist eine Premiere! Denn Knick Knacks – das Portal für gebrauchte Lehrbücher ist ein Startup aus München und damit das erste hier im Blog, das nicht aus der Region Berlin-Brandenburg stammt. Außerdem sind die drei Gründer von Knick Knacks Studentpreneurs.
 
Katharina Drummer, Ben Martins und Daniel Berthold bauen neben ihrem Studium ihr eigenes Business auf. Daniel hat unsere neugierigen Fragen beantwortet, wie sie aus ihrer Idee ein Geschäftsmodell entwickelt haben.

Wie seid Ihr auf die Idee zu Knick Knacks gekommen und was hat der Name zu bedeuten?

Wir saßen nach unseren Klausuren auf einem Riesenstapel Lehrbücher, für welche wir in den nächsten Semestern keine Verwendung mehr hatten. Aus eigener Not haben wir daraufhin im April 2013 die Facebook Seite „Sell your Knick Knacks München“ erstellt. Die Resonanz war so groß, dass wir alleine in den ersten 3 Monaten knapp 1000 Lehrbücher im Münchener Raum vermittelt haben!
 
Die ständig wachsende Anzahl an inserierten Lehrbüchern wurde irgendwann nur noch schwer über Facebook zu handeln. Deshalb haben wir uns entschlossen, im November 2013 den Schritt in die Gründung zu wagen und die Plattform Knick Knacks zu erstellen.

Was der Name bedeutet?

Knick Knacks ist Englisch und bedeutet Krimskrams. Die andere Bedeutung soll wohl bei Unterwäsche liegen, was jedoch nicht sehr bekannt ist und auch nichts mit Lehrbüchern zu tun hat. Aber somit haben wir uns einen Plan B offengehalten, falls es keine Studenten und Lehrbücher mehr gibt! 🙂

Wann habt Ihr gegründet?

Im November 2013. Unsere Website wurde dann am 24. April 2014 ins Leben gerufen.

Welche Schritte waren nötig, um die Idee reif für den Markt zu machen?

Viele. Erstmal weiß man gar nicht, wo man anfangen soll. Von der Idee über den Businessplan bis hin zum Homepage-Design, alles muss genau durchdacht und geplant werden. Wir wollten ein System entwickeln, welches auf die Studenten und die einzelnen Fachrichtungen optimiert ist. Aber gerade die Campusübergabe, welche Knick Knacks besonders macht, hat uns einige schlaflose Nächte bereitet.

Womit verdient Ihr Geld?

Momentan erheben wir eine Vermittlungsprovision (9,5%). Es wird aber schon bald in dieser Hinsicht eine große Änderung auf Knick Knacks geben, seid gespannt!

Was hat anders funktioniert als geplant?

Erstmal war es nicht so einfach die Menge an Ideen, die einem als Gründer durch den Kopf schwirren, auf Papier zu bringen. Es hat ca. 6 Monate gedauert bis die aktuelle Version von www.knickknacks.de online war, da wir ständig neue Features und Änderungswünsche einbauen wollten. Aktuell arbeiten wir schon wieder an einer neuen Version, manchmal kommt es uns vor wie eine Never Ending Story.

Welche Änderungen waren nötig?

Änderungen waren größtenteils an der Website nötig. Wir mussten lernen, dass in unseren Augen spannende Features nicht immer nutzerfreundlich sind. Wir haben deshalb viel Feedback von den Usern eingeholt und konnten daraufhin die Website und den Verkaufsprozess auf die Studis optimieren.
Screenshot Knick Knacks
 

Was hat Euch im Gründungsprozess besonders geholfen?

Eventuell die Ausdauerfähigkeit und Flexibilität, die man als Student mitbringt. Außerdem sind wir absolut stressresistent. Spaß beiseite. Man lernt als Medizin und BWL Student relativ schnell mit Drucksituationen und Erwartung umzugehen – eine sehr hilfreiche Eigenschaft als Studentrepreneur. Es läuft nämlich nicht immer, wie man es sich erhofft. Das gilt sowohl als Student, als auch als Gründer.

Wo hättet Ihr Euch mehr Hilfe gewünscht?

Bei der Gründung und bei der Unterstützung durch unsere Universitäten. Dort gibt es unserer Meinung nach enormes Steigerungspotenzial. Man fühlt sich in Bayern manchmal etwas einsam mit seinem Vorhaben, insbesondere wenn man Student und Gründer in einem ist.

Wie lange hat es gedauert, bis sich das Unternehmen trug?

Knick Knacks wird aktuell von uns 3 Gründern (Katharina, Ben und mir) geleitet. Da keine Mitarbeiter angestellt sind, sowie keine Lager- oder Produktionskosten entstehen, fallen nur sehr geringe monatliche Kosten an. Dies ermöglicht uns, unabhängig und in unserem Sinne zu arbeiten, was uns sehr stolz macht. All unsere Einnahmen fließen direkt wieder ins Unternehmen.

Was würdet Ihr heute anders machen?

Mehr Menschen von unserer Idee erzählen. Anfangs fürchtet man sich etwas vorm Ideenklau und versucht bloß keinem davon zu erzählen. Aber das ist falsch. Das Feedback von allen Seiten ist eins der wichtigsten Elemente in der Startup-Szene. Und man sollte sich nicht davor verstecken, zeitgleich noch Student zu sein. Denn es hat auch seine Vorteile, Studentrepreneuer zu sein.
 

Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg!

 
 


Haben Sie Fragen zum Beratungsangebot?

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf: Telefon: 030 / 98 30 51 49 E-Mail: info@startbox-berlin.de

Autor: Nadja Bungard

Ich begleite Unternehmen und Gründer dabei, ihr Business bekannter zu machen. Sie profitieren dabei von meinen Erfahrungen als Journalistin, PR-Beraterin und Online-Marketing-Managerin, also online und offline.

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