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Von der Idee zum Geschäftsmodell: meistertipp

Roland Riethmüller ist Gründer eines Online-Business und Veranstalter des Content-Marketing-Tuesday. Hier geht es darum wie er sein Online-Business, das Online-Portal meistertipp.de für den bauhandwerklichen Bereich aufgebaut hat.

Wie bist Du auf die Idee gekommen, meistertipp.de zu gründen?

Meistertipp.de ist ursprünglich eine Entwicklung eines großen deutschen Fachverlags, in dem ich zwischen 2008 und 2009 aus einem Print-Konzept ein Online-Portal entwickelt habe. Wegen finanzieller Schwierigkeiten hat sich der Verlag 2010 von vielen Projekten und Mitarbeiter getrennt. Ich habe daraufhin meistertipp.de quasi im Management-Buyout übernommen und nebenberuflich aufgebaut. Seit 2014 bin ich wieder in meiner Heimatstadt Berlin und kümmere mich hauptberuflich um die Weiterentwicklung.

Seit wann gibt es meistertipp.de?

*Lach* Das ist wegen der oben beschriebenen Historie etwas schwierig zu sagen. Meistertipp erschien erstmals im Juni 2003 als gedruckte Zeitung. Nach einigen Ausgaben wurde das Projekt eingestellt und stand seit 2006 nur noch digital im Netz. 2009 war dann der Relaunch, 2010 habe ich es übernommen und kümmere mich „ernsthaft“ seit Ende 2014 darum.

Bist Du damit nicht Konkurrenz zu etablierten Fachzeitungen?

Das ist meistertipp.de durchaus. Allerdings gibt es wenig Fachzeitschriften, die sich auf den bauhandwerklichen Bereich konzentrieren. Entweder umfassen sie das komplette Handwerk oder konzentrieren sich auf ein spezielles Gewerk. Insofern bewegt sich meistertipp.de in einer Nische, die bisher kaum bedient wurde.

Welche Schritte waren nötig, um meistertipp.de zu gründen?

Im Prinzip die gleichen wie bei einer normalen Gründung. Man braucht eine Idee und ein marktfähiges Konzept. Dann macht man eine Planung, investiert Geld und los geht’s.

Wieviele Nutzer hat das Portal monatlich?

Aktuell hat meistertipp.de 28.000 Unique User (eindeutige Benutzer), aber das schwankt ziemlich und ist saisonabhängig. Im Sommer sind alle auf der Baustelle und haben wenig Zeit, sich an den Computer zu setzen. Im Winter wird es jetzt wieder deutlich anziehen.

Wie findest Du heraus, was Deine Leser interessiert?

Das ist einfach: Ich bekomme aus Unternehmen und Verbänden viele Themen zugespielt, die ich im meistertipp.de aufbereite. Am nächsten Tag sehe ich dann anhand der Abrufzahlen, ob es ein spannendes Thema war oder nicht. Interessante Themen versuche ich dann natürlich durch weitere Quellen zu vertiefen.

Was lief bei der Gründung von meistertipp.de anders als geplant?

Da ich wie oben beschrieben, meistertipp.de am Anfang nebenberuflich aufgebaut habe, kann ich darüber eigentlich nichts sagen.

Was hat gut funktioniert?

Das Ranking der Handwerksmeister, die bei Facebook aktiv sind, funktioniert fantastisch.

Zum einen gibt es den Newbees eine Orientierung und Inspiration, zum anderen kontrollieren die im Ranking stehenden Betriebe regelmäßig ihre Position. Da gab es am Anfang ziemliches Hauen und Stechen wegen gekaufter Fans… Und die Apps für Handwerker sind auch sehr beliebt, weil oftmals sie Meister sich ein Smartphone kaufen und dann völlig überfordert sind von dem riesigen Angebot. Hier nimmt meistertipp.de die Handwerksmeister an die Hand und spricht Empfehlungen aus.

Hattest Du Unterstützung bei der Gründung?

Nein, das habe ich alles selbst aufgebaut.

Wo hättest Du Dir mehr Hilfe gewünscht?

Vielleicht noch etwas mehr beim Thema Gründung. Gerade der Förderdschungel ist nicht leicht zu druchblicken und im Prinzip nur durch einen hochbezahlten Berater erfassbar.

Wie trägt sich meisteripp.de?

Da meistertipp.de im Prinzip noch in der Gründung ist, trägt es sich noch gar nicht. Aber die größten Umsätze kommen aus der Bannerwerbung, die auf den Seiten gezeigt wird. Hier ist der Vorteil, dass im B2B deutlich höhere TKPs (Tausender-Kontakt-Preise = Kosten für 1000 Sichtkontakte) gezahlt werden.

Was ist das nächste Ziel?

Ideen habe ich viele. Als nächstes plane ich im Frühjahr ein Handwerker-Barcamp. *Lach* Ich weiß, was Du jetzt denkst! Nein, es hat nicht mit Trinken zu tun, sondern ist ein Veranstaltungsformat, bei dem social-media-affine Menschen sich zu einem Thema austauschen. Hier soll es natürlich um das Thema Bauen gehen.

Welchen Tipp möchtest Du anderen Gründern mit auf den Weg geben?

Das ist nicht einfach, weil es von der Branche abhängt. Aber im Prinzip muss den Mut haben, einfach mal zu machen. Am besten ist es natürlich auf Wachstumsmärkte zu setzen. Auch wenn einem da möglicherweise durch den Change Prozess ein rauer Wind entgegenweht…


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Nehmen Sie mit uns Kontakt auf: Telefon: 030 / 98 30 51 49 E-Mail: info@startbox-berlin.de

Autor: Nadja Bungard

Ich begleite Unternehmen und Gründer dabei, ihr Business bekannter zu machen. Sie profitieren dabei von meinen Erfahrungen als Journalistin, PR-Beraterin und Online-Marketing-Managerin, also online und offline.

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